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Prävention von Rückenbeschwerden in der stationären Krankenpflege

Evaluation eines Beratungsangebots

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Claudia Voelker

Rückenbeschwerden verantworten einen Großteil der Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und der dadurch entstehenden Kosten. Da die Krankenpflege eine besonders betroffene Gruppe ist, bietet die zuständige Berufsgenossenschaft ein Beratungsangebot zur Prävention von Rückenbeschwerden an. Dieses Angebot wurde retrospektiv evaluiert, wozu die Berater sowie die Projektleiter der teilnehmenden Kliniken mittels leitfadengestützter Interviews befragt wurden. Abzüglich methodischer Limitierungen zeigte sich, dass mit der Etablierung eines Projektmanagements und der Einführung verschiedener Maßnahmen die Beratungsziele erreicht wurden. Während die Ergebniskontrolle eine Schwachstelle bildete, bestätigte sich insgesamt gesehen das Konzept, Präventionsmaßnahmen über ein Projektmanagement einzuführen.

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11. Ausblick 315

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315 11. Ausblick Belastbare gesundheitswissenschaftliche Forschungsergebnisse bilden die Grund- lage für zukünftige Programmen zur Prävention von Rückenbeschwerden. Um die- sen Bedarf an hochwertigen und entsprechend kostspieligen Studien zu rechtfer- tigen, müssen alle Interessengruppen zusammenarbeiten. Ein erster Schritt wäre eine einheitliche Dokumentation, um eine vergleichbare Datenlage herzustellen. In diesem Zusammenhang müssten zudem Krankheits- und Rehabilitationskosten zwischen arbeitender und nicht arbeitender Bevölkerung trennen, um eine saube- re Beurteilung der Folgen von Rückenbeschwerden im Berufsleben gewährleisten zu können. Um die Risiken besser gegeneinander abschätzen und Empfehlungen aussprechen zu können, bedarf es hierzu vor allem qualitativ hochwertiger Stu- dien, die möglichst viele Risikofaktoren auf einmal untersuchen und regressions- analytisch auswerten. Weiterhin wäre es sinnvoll, die Rückenproblematik im Zu- sammenhang mit Stress und auf der Grundlage des bio-psycho-sozialen Modells zu untersuchen. Die Interventionsforschung sollte sich ihrerseits bemühen, mehr randomisierte Kontrollstudien (RCTs) und längere Beobachtungszeiträume durch- zuführen, um zu belastbaren Aussagen hinsichtlich der Wirkfaktoren zu kommen. Um der Forderung nach Qualitätssicherung nachzukommen, sollte man sich zu- nächst – wie die Aussagen der Interviewpartner in dieser Arbeit bestätigen – über die Ziele, Ressourcen, Machbarkeit und Angemessenheit im Klaren sein. Dabei können die Ergebnisse systematischer, begleitender Evaluationsdesigns sowohl die Aktivitäten als auch die Ressourcen legitimieren. Diese Form der Kontrolle muss im Vorfeld miteingeplant sein und gleichzeitig Nacherhebungen zur Nachhaltigkeit der Ergebnisse beinhalten. Im Hinblick auf die Selbstbefähigung der Betroffenen in den Einrichtungen im Rahmen...

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