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Literale Textentwicklung

Untersuchungen zum Erwerb von Textkompetenz

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Edited By Helmuth Feilke and Regula Schmidlin

Im Brennpunkt der verschiedenen empirischen Untersuchungen des Bandes stehen die Bedingungen der Genese einer literalen Textkompetenz. Die Beiträge greifen linguistisch und sprachdidaktisch zentrale Fragen der aktuellen Diskussion auf: Wo liegen die Anfänge für die Entwicklung textueller Strukturen? Wie verhalten sich hinsichtlich der Entwicklung von literaler Textkompetenz Mündlichkeit und Schriftlichkeit zueinander? Wie interagieren verschiedene sprachliche Ebenen bei der Entwicklung von Textkompetenz? Wie verhalten sich Kohäsion und Kohärenz im Erwerb zueinander? Schließlich auch: Gibt es historisch einen Wandel in der Entwicklung von Schreibfähigkeit?

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Tabea Becker - Mündliche Vorstufen literaler Textentwicklung: vier Erzählformen im Vergleich 19

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Mündliche Vorstufen literaler Textentwicklung 19 Mündliche Vorstufen literaler Textentwicklung: vier Erzählformen im Vergleich' Tabea Becker 1. Der Erwerb von Sprache und Literalität Schon bevor Kindern der Zugang zur literarischen Welt über eigene Schreib- und Lesefähigkeiten eröffnet wird, setzen sie sich intensiv mit dieser Welt auseinan- der. Schließlich besteht ein solcher Zugang schon längst über andere Kanäle: z.B. über auditive oder piktographisch-visuelle. Die Gattung, die hierbei meist im Zentrum steht, ist das Erzählen. Auch als produktive Form erschließen sich die Kinder diese Gattung schon sehr früh (z.B. Bennett-Kastor 1986, Berman 1988, Meng/Kraft/Nitzsche 1991). Die Untersuchung solcher Sprachprodukte soll zeigen, dass sich bereits in mündlichen Erzählungen der Kinder Elemente konzeptioneller Schriftlichkeit und literal-literarischer Erfahrungen manifestie- ren. Dabei wird die Frage nach dem Zusammenhang mündlicher und schriftli- cher Textkompetenzen nicht schon im Vorfeld beantwortet, sondern soll erst im Anschluss an die Erläuterung verschiedener Texttypen erörtert werden. Das Begriffspaar Mündlichkeit und Schriftlichkeit findet nicht in seiner Ei- genschaft als Opposition zweier Äußerungsmedien Eingang in die nachfolgen- den Untersuchungen, sondern im Sinne der sie prägenden Konzeptionen (Koch & Oesterreicher 1994). Koch und Oesterreicher verstehen mündlich und schrift- lich als Endpunkte eines Kontinuums, die mit den Parametern der kommunikati- ven Situation Nähe und Distanz charakterisiert sind. Ob dies auch für die kindli- che Konzeption gilt, steht jedoch noch offen. Die Entwicklung der Literalität wird zunächst jenseits der Unterscheidung von medialer Mündlichkeit...

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