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Literale Textentwicklung

Untersuchungen zum Erwerb von Textkompetenz

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Edited By Helmuth Feilke and Regula Schmidlin

Im Brennpunkt der verschiedenen empirischen Untersuchungen des Bandes stehen die Bedingungen der Genese einer literalen Textkompetenz. Die Beiträge greifen linguistisch und sprachdidaktisch zentrale Fragen der aktuellen Diskussion auf: Wo liegen die Anfänge für die Entwicklung textueller Strukturen? Wie verhalten sich hinsichtlich der Entwicklung von literaler Textkompetenz Mündlichkeit und Schriftlichkeit zueinander? Wie interagieren verschiedene sprachliche Ebenen bei der Entwicklung von Textkompetenz? Wie verhalten sich Kohäsion und Kohärenz im Erwerb zueinander? Schließlich auch: Gibt es historisch einen Wandel in der Entwicklung von Schreibfähigkeit?

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Erika Margewitsch - ,Falsche' Kollokationen und andere Formulierungsschwächen: Spuren auf dem Weg zum guten Stil? 185

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‚Falsche' Kollokationen und andere Formulierungsschwächen 185 ‚Falsche' Kollokationen und andere Formulierungsschwächen: Spuren auf dem Weg zum guten Stil? Erika Margewitsch 1. Spuren suchen: der Gebrauch fester Wendungen als Aspekt literaler Textentwicklung Die Untersuchung von Entwicklungsprozessen bedarf der Bestimmung von Indi- katoren. Je komplexer der Entwicklungsprozess ist, desto vielfältiger sind die Zeichen und die Zeichenverknüpfungen, die auf ihn verweisen. Für die literale Textentwicklung, mit der die Textualisierung als Teilbereich der Schreibentwicklung bezeichnet wird (vgl. Feilke 2002, 5), wurden in Abhän- gigkeit von Textsorten verschiedene Indikatoren vorgeschlagen: Komplexität der Syntax (z.B. Rickheit 1975), Textordnung (Augst/Faigel 1986), Tempusgebrauch (Hug 2001, vgl. auch in diesem Band), Kohäsion und Kohärenz (Bachmann 2002, vgl. auch in diesem Band), um nur einige zu nennen. Den Untersuchungen ist gemein, dass sie einzelne Aspekte schriftsprachlicher Kompetenz fokussieren und annehmen, dass diese Aspekte Verweisungspotential für Stadien der Schrei- bentwicklung haben. Die Spurensuche beginnt zumeist dort, wo sich die Schreibfähigkeit der Schreiber am greifbarsten dokumentiert: in ihren Texten. Typische Schwierig- keiten, die Schreiber auf dem Weg zur konzeptuellen Literalität bewältigen müs- sen, schlagen sich in der Regel in typischen Fehlern nieder, wie z.B. in Kohä- renzmängeln, Tempusfehlern, Syntaxproblemen. Diese Fehler können als vorläu- fige Lösungshypothesen der Lerner gelten. So betrachtet verwundert es, dass der Einsatz von festen Wendungen in Schülertexten als Untersuchungsgebiet von der empirischen Schreibdidaktik kaum wahrgenommen wurdet, zumal sowohl von der Textlinguistik als auch von der pragmatisch orientierten Phraseologie...

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