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Mobile Kommunikation im Kontext

Studien zur Nutzung des Mobiltelefons im öffentlichen Raum

Joachim Höflich

Mit dem Mobiltelefon hat sich die Kommunikation im öffentlichen Raum verändert. Es dient dazu, unseren Alltag zu koordinieren und Wartezeiten zu überbrücken. Es bringt uns anderen ein Stück näher, doch zugleich verlieren wir die direkte Umgebung aus dem Auge. Mit seinem Klingeln gehen wir anderen auf die Nerven und setzen uns zugleich unter Stress. Dies sind nur einige Themen, denen sich dieses Buch widmet. Es fasst eine Reihe von Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt worden sind, zusammen und stellt eine Zwischenbilanz der Forschung dar. Dabei soll der Leser geradezu auf eine ‘empirische Erkundung’ und ‘Begehung’ mitgenommen werden und so die Forschungen nachvollziehen können.

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Kapitel 2 - Das Mobiltelefon als Gegenstand der Forschung 25

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Kapitel 2 27 Das Mobiltelefon als Gegenstand der Forschung Anfänge der Forschung Medien der zwischenmenschlichen Kommunikation stehen nicht unbedingt im Zentrum des kommunikationswissenschaftlichen Interesses. Das gilt nicht zu- letzt für das ‚gute alte Telefon‘. Widmet man sich diesem Medium, dann scheint es beinahe zu den Eröffnungsritualen zu gehören, darauf hinzuweisen, dass das Telefon eben ein kommunikationswissenschaftlich unbeachtetes Medium sei (und hierbei nicht zuletzt bezugnehmend auf Fielding/Hartley 1989: 126). Eine solche Zurückhaltung gilt nicht nur den Medien, sondern der interpersonalen Kommunikation insgesamt, die zugunsten einer Erforschung der Massenkom- munikation und ihrer Medien marginalisiert und eher zu einer Residualkategorie abgestempelt wurde. In gewisser Hinsicht trifft eine solche zurückhaltende An- näherung der Forschung auch auf das Mobiltelefon zu. ‚In gewisser Hinsicht’ soll meinen, dass dieses Medium durchaus Gegenstand der Forschung, aber nicht unbedingt einer kommunikationswissenschaftlichen Forschung im engeren Sinne, zumal im deutschen Sprachraum, ist. So finden sich für die früheren Pha- sen eher Vorstudien im Zuge der Diffusion des Mediums – aus einer Zeit, wo noch von ‚Mobilfunk‘ gesprochen wurde (vgl. Schenk/Dahm/Šonje 1996). Die Forschung vermochte allerdings der Diffusion des Mediums nicht zu folgen. Auffällig ist darüber hinaus, dass unter den (international gesehen) ersten Publi- kationen kaum deutsche Beiträge zu finden sind. Das gilt ebenso für internatio- nale Tagungen. Dabei ist die Forschung interdisziplinär geprägt und durchaus international und wird vor allem in einem beachtlichen Maße von europäischen Forschern und Forscherinnen bestritten. US-amerikanische sowie die meisten...

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