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Mobile Kommunikation im Kontext

Studien zur Nutzung des Mobiltelefons im öffentlichen Raum

Joachim Höflich

Mit dem Mobiltelefon hat sich die Kommunikation im öffentlichen Raum verändert. Es dient dazu, unseren Alltag zu koordinieren und Wartezeiten zu überbrücken. Es bringt uns anderen ein Stück näher, doch zugleich verlieren wir die direkte Umgebung aus dem Auge. Mit seinem Klingeln gehen wir anderen auf die Nerven und setzen uns zugleich unter Stress. Dies sind nur einige Themen, denen sich dieses Buch widmet. Es fasst eine Reihe von Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt worden sind, zusammen und stellt eine Zwischenbilanz der Forschung dar. Dabei soll der Leser geradezu auf eine ‘empirische Erkundung’ und ‘Begehung’ mitgenommen werden und so die Forschungen nachvollziehen können.

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Kapitel 3 - Mobile Kommunikation im Kontext: Kommunikation und Medien im öffentlichen Raum 39

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Kapitel 3 41 Mobile Kommunikation im Kontext: Kommunikation und Medien im öffentlichen Raum Kommunikation im öffentlichen Raum Medienhandeln, wie kommunikatives Handeln überhaupt, bleibt ohne den Kon- text unverständlich. Birdwhistell (1970: 96) hebt etwa hervor: „Meaning is not immanent in particular symbols, words, sentences, or acts of whatever duration in the behaviour elicited by the presence or absence of behaviour in particular contexts. The derivation and comprehension of social meaning thus rests equally upon comprehension of the code and of the context which selects from the possibilities pro- vided by the code structure.” Ähnlich stellt Hall (1984: 59) fest, dass die Bedeutung von Worten und Sätzen vom jeweiligen Kontext abhängig sei, ja: Jede Kommunikation sei abhängig vom Kontext und jedwede Bedeutung habe eine kontextuelle Komponente. Nicht nur, dass der Kontext gewissermaßen den Deutungshintergrund für (ver- bale wie nonverbale) Kommunikation darstellt. Er verweist gleichsam auch da- rauf, worauf sich unsere Aufmerksamkeit bezieht – oder auch nicht (vgl. auch: Hall 1976: 90). So trivial solche Feststellungen sein mögen, so wenig eindeutig ist eigentlich das, was den Kontext ausmacht. Er reicht sozusagen von der kulturellen Rah- mung des Kommunikationsgeschehens bis hin zu psychischen Zuständen der Akteure. Kontext wird nicht selten mit der Situation gleichgesetzt. Doch hat die Diskussion um einen Situationsbegriff gezeigt, dass es damit auch nicht einfa- cher wird (vgl. etwa Bahrdt 1996; Buba 1980). Nicht alle situativen Handlungs- kontexte sind immer bekannt, und zudem greifen Kontexte ineinander über (vgl. Ang 1997: 92). Dabei unterscheidet man...

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