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Mobile Kommunikation im Kontext

Studien zur Nutzung des Mobiltelefons im öffentlichen Raum

Joachim Höflich

Mit dem Mobiltelefon hat sich die Kommunikation im öffentlichen Raum verändert. Es dient dazu, unseren Alltag zu koordinieren und Wartezeiten zu überbrücken. Es bringt uns anderen ein Stück näher, doch zugleich verlieren wir die direkte Umgebung aus dem Auge. Mit seinem Klingeln gehen wir anderen auf die Nerven und setzen uns zugleich unter Stress. Dies sind nur einige Themen, denen sich dieses Buch widmet. Es fasst eine Reihe von Studien, die in den letzten Jahren durchgeführt worden sind, zusammen und stellt eine Zwischenbilanz der Forschung dar. Dabei soll der Leser geradezu auf eine ‘empirische Erkundung’ und ‘Begehung’ mitgenommen werden und so die Forschungen nachvollziehen können.

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Kapitel 5 - Menschen und das Mobilitelefon in Bewegung - Aktivitätsmuster und das Gehen als Tanz 71

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Kapitel 5 73 Menschen und das Mobiltelefon in Bewegung – Aktivitätsmuster und das Gehen als Tanz Gehen als grundlegendes soziales Geschehen Die Menschen scheinen nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Ja, die ganze Welt ist immer irgendwie unterwegs – und wenn es auch nur im virtuellen Raum des Cyberspace ist. Das ist das Thema von John Urry, der pointiert vermerkt: „It sometimes seems as if all the world is on the move … The early retired, international students, terrorists, members of diasporas, holidaymakers, business people, slaves, sport stars, asylum seekers, refugees, backpackers, commuters, young mobile professionals, prostitutes – these and many others – seem to find the contemporary world is their oyster or at least their destiny. Criss-crossing the globe are the routeways of these and many groups intermittently encountering one another in transportation and communication hubs, searching out in real and electronic databases the next coach, message, plane, back of lorry, text, bus, lift, ferry, train, car, website, wifi hot spot and so on.“ (Urry 2007: 3) Wie Urry allerdings auch feststellt, verbringen die Menschen insgesamt nicht mehr Zeit damit, sich in Bewegung zu versetzen oder konkret: zu reisen. Auch würden sie zahlenmäßig nicht mehr reisen. Was allerdings anders ist: Sie reisen weiter und schneller. In diesem Unterwegssein spielen Medien eine beachtliche Rolle, sei es, dass sie zu dessen Planung herangezogen werden, oder dass sie das Unterwegssein begleiten, indem sie als Unterhalter dienen oder als Vehikel, um mit denen, die nicht mit unterwegs sind, in Kontakt zu bleiben. Angesprochen sind zuvorderst...

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