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Good Dragons are Rare

An Inquiry into Literary Dragons East and West

Series:

Edited By Fanfan Chen and Thomas Honegger

Dragons are a universal phenomenon and have fascinated humans since the dawn of time. Yet whereas we have numerous studies into the origins of these fantastic creatures, there have been very few attempts at discussing their appearance, function and development within literary texts. The eighteen essays collected in this volume (8 in French, 6 in German and 4 in English) – written by an international cast of scholars – try to fill this gap by looking at dragons in literature East and West, contemporary and past.

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Was zur Beglaubigung dieser Historie dienen mag: Drachen bei Johann Jacob Scheuchzer 119

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Was zur Beglaubigung dieser Historie dienen mag Drachen bei Johann Jacob Scheuchzer Paul Michel Zusammenfassung Ob es Drachen in Wirklichkeit gibt oder ob sie Ausgeburten der Phantasie sind, ist nicht eine von uns Heutigen an historische Zeiten herangetragene, vertrackte Frage. Sie stellte sich den Naturwissenschaftlern (‘rerum naturalium indagatores’) besonders in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Wie haben Autoren an der Wende zur neuzeitlichen Naturwissenschaft den Realitätsgehalt der Drachen be- urteilt? Wie haben sie dabei argumentiert? Aus welchen Traditionen haben sie die Beweisgründe bezogen, und welche sind aus welchen Gründen nicht zum Zuge gekommen? Athanasius Kircher schreibt 1665: Magna inter auctores de Draconibus alatis controversia est, utrum vere in natura rerum hujusmodi animalia existerint; utrum […] fabulosis narrationibus adnumeranda sint. 1 Er selbst ist verzweifelt und bleibt längere Zeit unschlüssig (anceps hæsi). Für die Erforschung der Wissenschaftsgeschichte ist es ebenso interessant zu sehen, wann und warum etwas frag-würdig wird, wie wann etwas entdeckt oder erfunden wird. Dort wo solche Zweifel auftauchen, richtet sich unser Blick auf die Gründe für und wider, in denen das Argumentationspotential einer Epoche gut sichtbar wird. Ich gehe in diesem Aufsatz nicht auf die Archetypik und Symbolik und die Moralisationen dieser liebenswerten Tierlein ein (vgl. dazu Lecouteux 1982, II, S. 193–207) und verweise pauschal auf das Buch von Michel Meurger (2001) 2 . Damit die Sache nicht uferlos wird, fokussiere ich auf den Polyhistor Johann Jacob Scheuchzer, eine Figur des Übergangs von der barocken Akkumu- lation...

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