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Good Dragons are Rare

An Inquiry into Literary Dragons East and West

Series:

Edited By Fanfan Chen and Thomas Honegger

Dragons are a universal phenomenon and have fascinated humans since the dawn of time. Yet whereas we have numerous studies into the origins of these fantastic creatures, there have been very few attempts at discussing their appearance, function and development within literary texts. The eighteen essays collected in this volume (8 in French, 6 in German and 4 in English) – written by an international cast of scholars – try to fill this gap by looking at dragons in literature East and West, contemporary and past.

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“Not very well-designed creatures”? Terry Pratchetts Drachen zwischen Parodie und Ernst 343

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“Not very well-designed creatures”? Terry Pratchetts Drachen zwischen Parodie und Ernst Thomas Fornet-Ponse Zusammenfassung In verschiedenen Scheibenwelt-Romanen spielen Drachen eine mehr oder weniger handlungstragende Rolle, wobei Terry Pratchett durch die bei ihm vorhandenen Drachenarten einen sehr originellen Umgang mit dem Drachenmotiv zeigt. Zum Beispiel weisen die noblen Drachen große Ähnlichkeiten zur westlichen Drachentradition auf (abgesehen von ihrer Existenz aus der Vorstellungskraft), wohingegen die Sumpfdrachen die Probleme aufzeigen, die bei einer naturwissen- schaftlichen Betrachtung der Charakteristika von Drachen auftreten. Ferner dienen die Drachen Pratchett als Projektion menschlicher Eigenschaft und unter- stützen so das bei ihm immer wieder vorhandene pessimistische Menschenbild. “Real dragons [...] are actually rare” (Tolkien, “Monsters” 12). Mit dieser Bemerkung will Tolkien in seinem berühmten Beowulf-Essay herausstellen, wie selten Drachen eine wesentliche Funktion für Mythen oder Legenden besitzen. In der nordischen Literatur seien eigentlich nur Fafnir und der Drache aus dem Beowulf zu erwähnen. Aber nicht nur auf diese mythologischen Drachen könnte Tolkiens Aussage bezogen werden, sondern mit ebensolchem Recht auf das Werk Terry Pratchetts. Dies weniger, weil Drachen so selten bei Pratchett eine bedeutende Rolle für die Handlung spielen (was immerhin in The Colour of Magic und Guards! Guards! der Fall ist). Sondern vielmehr, weil sich Pratchetts eigene parodierende Herangehensweise an die Fantasy-Literatur im Blick auf die Drachen der Tradition dahingehend zeigt, dass er ihr Realsein radikal in Frage stellt. In Pratchetts Werk ist eine deutliche Entwicklung vom ersten Scheibenwelt-Roman (The Colour of Magic 1983) bis zum jüngsten (Making Money 2007)...

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