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Schulgeschichte in Deutschland

Von den Anfängen bis in die Gegenwart- 2., aktualisierte und erweiterte Auflage

Gert Geißler

Der Autor legt eine Gesamtdarstellung zur deutschen Schulgeschichte vor. Mit der Behandlung wichtiger gesellschaftlicher Bezugsfelder der Schule rückt er Erziehungs- und Sozialisationsverhältnisse in den Blick. In der unmittelbar institutionsgeschichtlichen Dimension macht er vor allem Entwicklungen in Recht und Verwaltung der Schule, in der Schulerziehung, in den Unterrichtsfächern und im Leistungsverständnis sichtbar. Gleichermaßen dargestellt finden sich Schulalltag, Schulbau und die Schulstrukturverhältnisse. In die Betrachtung einbezogen sind außer der Pflichtschule auch die beruflichen Schulen, ebenso die Einrichtungen im Bereich der frühkindlichen Erziehung, der Sozialerziehung und der Lehrerbildung. Die Schulpolitik wird mit Blick auf das Agieren des Gesamtstaates, der einzelnen Länder, der Kirchen, von Parteien und Verbänden verdeutlicht. Es werden Bezüge zur internationalen Schulentwicklung hergestellt. Zahlreiche kommentierte Bilddokumente veranschaulichen die einzelnen Sachverhalte.

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Vorbemerkung

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Jeder Leser nachstehender schulgeschichtlichen Abhandlung hat seine eigene ,Schulgeschichte‘, Koordinaten, an der er sie festmacht. Er hat Erfahrungen ge- macht mit Lehrern, Schulleitern, Mitschülern, mit den Fächern, ihren ,Stoffen‘ und der Art, wie sie vermittelt werden. Er kann, wenn es um die Schule gestern und heute geht, das eigene Erleben anführen, zumeist auch Beispiele aus der Fa- milie, von Kindern oder von Enkeln, die gerade irgendwo in Deutschland eine Schule besuchen. Vielleicht meint er deshalb schon, ,die deutsche Schule‘ zu ken- nen. Doch keine Schule gleicht der anderen, jede ist anders – selbst in einer Ge- meinde, in einer Stadt, erst recht in jedem Land. Und für den Schreiber von Schulgeschichte ist es kein Leichtes, die Vielfalt der Verhältnisse angemessen und verständlich zugleich darzustellen, zumal dann, wenn Entwicklungen über Jahr- hunderte zu vergegenwärtigen sind. Aus bescheidensten Anfängen hat sich unser Schulwesen seit dem Mittelalter aus kirchlichen und städtischen Initiativen hin zu dem entwickelt, was es heute ist. Die jahrhundertelangen konfessionellen Gegensätze führten dazu, dass in Deutschland den vielen einzelnen Territorien die Verantwortung für das Schulwe- sen zufiel. Diese territorial bedingte Mannigfaltigkeit wirkt bis heute nach. Auch Fragen der Bildungsgerechtigkeit, der sozialen Selektivität im Bildungswesen ge- hören nicht nur der Geschichte an, sondern stellen sich auch neu. Die komplexen Verhältnisse, in denen Bildungspolitik heute steht, sind ohne historischen Hintergrund nicht erklärbar. Zudem hat in jüngster Zeit die Diskus- sion über die Bildung und das Bildungswesen...

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