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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper, Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Erstes Kapitel: Des Verfassers Stammbaum, – wie auch der seines Vaters

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15 Erstes Kapitel Des Verfassers Stammbaum, – wie auch der seines Vaters Der Philosoph, der eine neue Theorie verkündet, ist verpflichtet, wenigstens einige grundlegende Beweise für die Vernünftigkeit seiner An- sichten darzulegen, und der Historiker, der es wagt, wunderliche Dinge niederzuschreiben, die bisher dem menschlichen Wissen verborgen geblieben waren, ist es gebührender Rücksicht auf die Überzeugungen anderer schuldig, einige glaubwürdige Zeugnisse für seine Aufrichtigkeit vorzulegen. Hinsichtlich dieser beiden wesentlichen Punkte befinde ich mich in einer besonderen Lage, da ich zugunsten meiner Philosophie we- nig mehr anzubieten habe als ihre Glaubwürdigkeit und keinen anderen Zeugen habe als mich selbst, um die wichtigen Tatsachen zu belegen, die jetzt zum ersten Mal dem Leser vorgelegt werden sollen. In dieser Verle- genheit fühle ich die Last der Verantwortung, die ich trage. Denn es gibt Wahrheiten von so wenig ersichtlicher Wahrscheinlichkeit, dass sie er- dichtet erscheinen, und der Wahrheit so ähnliche Erdichtungen, dass der gewöhnliche Beobachter geneigt ist, zu versichern, er sei Augenzeuge ih- rer Wirklichkeit gewesen. Zwei Fakten, welche alle unsere Historiker be- achten sollten, da Kenntnis von diesen Umständen ihnen in dem einen Fall die Demütigung ersparen würde, mühevoll erworbene Zeugnisse dis- kreditiert zu sehen, und in dem anderen viele ärgerliche und unnötige Anstrengungen zu vermeiden hälfe. Also hinsichtlich dessen, was der Franzose die pièces justificatives nennt, bin ich sowohl in Bezug auf meine Theorie wie auch auf die mich betreffenden Tatsachen auf mich selbst angewiesen und...

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