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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper, Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Sechstes Kapitel: Eine Theorie von offensichtlicher Erhabenheit – einige praktische Ideen und der Beginn der Abenteuer

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70 Dies wurde mit mildem Ernst und einer so gewinnenden Aufrichtig- keit gesprochen, dass es fast meine ganze Philosophie umgestoßen hätte; aber ich konnte nicht ihr ganzes Geschlecht heiraten, und meine Neigung nur auf eine zu beschränken, wäre der Todesstoß für die Entwicklung je- nes erhabenen Grundsatzes gewesen, an dem ich so sehr hing und der, wie ich bereits beschlossen hatte, mich meines Reichtums ebenbürtig und mich selbst zu einer Zierde meiner Art machen würde. Wäre mir im Mo- ment ein Königreich angeboten worden, ich hätte nicht sprechen können. Ich nahm das widerstandslose Mädchen in meine Arme, presste sie an mein Herz, drückte einen brennenden Kuss auf ihre Wange und zog mich zurück. »Du wirst zu uns zurückkommen, Jack?«, flüsterte sie, als sie ihre Hand widerstrebend meiner entzog. Oh, Anna, es war in der Tat schmerzlich, deine aufrichtige und sanfte Zuversicht zu verlassen, deine strahlende Schönheit, deine ruhige Liebe und all die weiblichen Tugenden, um meine neu entdeckte Theorie in die Praxis umzusetzen. Lange war deine Gegenwart mir nahe – nein, vollstän- dig verließ sie mich nie – sie stellte meine Standhaftigkeit auf eine harte Probe und drohte bei jeder Entfernung von dir, die sich verlängernde Kette zusammenzuziehen, die mich immer noch an dich, an dein Haus und deinen Hof fesselte. Aber ich triumphierte und trat hinaus in die Welt mit einem Herzen, das allen Wesen Gottes gegenüber sich öffnete, obwohl dein...

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