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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper, Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Zwanzigstes Kapitel: Ein sehr gewöhnlicher Fall – oder viel von Gesetzen und sehr wenig Gerechtigkeit – Köpfe und Schwänze und Gefahren für beide

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239 »Ihre Empörung, ist sehr natürlich, Sir John, und es ist genau das, was ein Fremder empfinden muss, wenn er Mitleid und Barmherzigkeit und Nächstenliebe und Tugend und, vor allem die Bescheidenheit zum Vor- wand von Stolz, Egoismus und der Habgier gemacht sieht. Aber so ist es mit uns Monikins; die Menschen handhaben es ohne Zweifel besser.« Zwanzigstes Kapitel Ein sehr gewöhnlicher Fall – oder viel von Gesetzen und sehr wenig Gerechtigkeit – Köpfe und Schwänze und Gefahren für beide Am folgenden Morgen war ich früh bei Noah. Der arme Kerl, wenn man sich erinnert, dass er im Begriff war, wegen eines Kapitalverbrechens, in einem fremden Land, unter neuartigen Institutionen und vor ein Geschworenengericht einer fremden Spezies gestellt zu werden, offenbarte einen überraschenden Grad an Standhaftigkeit. Die Liebe zum Leben war immer noch stark in ihm, was dadurch deutlich wurde, wie er das Ge- spräch eröffnete. »Haben Sie bemerkt, wie der Wind heute Morgen stand, Sir John, als Sie hereinkamen?«, erkundigte sich der aufrichtige Robbenjäger mit ei- nem besonderen Interesse. »Es herrscht eine angenehme Brise von Süden her.« »Richtig, seewärts! Wenn man wüsste, wo all die Schurken von Kon- teradmiralen und Post-Kapitänen zu finden sind, ich glaube nicht, Sir John, dass Sie sich viel darum scheren würden, jene fünfzigtausend Pro- messen zu zahlen?« »Meine Bürgschaft? Nicht im Mindesten, mein teurer Freund, wäre es nicht um unserer Ehre willen. Es wäre hingegen kaum...

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