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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper, Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Vierundzwanzigstes Kapitel: Eine Ankunft – eine Wahl – Architektur – ein Nudelholz und Patriotismus vom reinsten Wasser

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285 sind, ihre Nachbarn in Schranken zu halten. Dies verweist auf die positi- ven und notwendigen Regeln des Umgangs miteinander und auf die Etab- lierung der Rechte; was die bloße Moralität betrifft, können Gesetze ihren Verordnungen nur wenig Geltung verschaffen. Moral kommt gewöhnlich aus Belehrung; und wenn alle die politische Macht haben, ist die Beleh- rung eine Sicherheit, die alle anstreben.« »Aber wenn alle wählen, hätten vielleicht alle den Wunsch ihre Macht zu ihrem eigenen speziellen Vorteil zu missbrauchen und ein politisches Chaos wäre die Konsequenz davon.« »Solch ein Resultat ist unmöglich, ausgenommen ein spezieller Vorteil wird mit dem allgemeinen Vorteil identifiziert. Eine Gemeinschaft kann sich genauso wenig auf diese Weise selbst kaufen, wie ein Monikin sich selbst essen kann, sei er auch noch so ausgehungert. Angenommen, alle wären Schurken, die Notwendigkeit würde einen Kompromiss erzwin- gen.« »Sie stellen eine einleuchtende Theorie auf, und ich habe wenig Zwei- fel, dass ich bei Ihnen die klügste, logischste, diskreteste und die konse- quenteste Gemeinschaft vorfinden werde, die ich bisher gesehen habe. Doch noch eines: Wie kommt es, dass unser Freund, der Richter, seinem Chargé so fragwürdige Anweisungen gab; und warum legte er insbesondere soviel Gewicht auf den Einsatz von Mitteln, die alles das, was Sie mir ge- sagt haben, rundheraus als Lüge erscheinen lassen?« Brigadier Downright fuhr sich hieraufhin übers Kinn und bemerkte, es könnte einen Windwechsel geben; und er wunderte sich auch ziemlich hörbar, wann wir...

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