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Die Monikins

Neu übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Robert Becker und Wolfgang Breidenstein

James Fenimore Cooper, Robert Becker and Wolfgang Breidenstein

Eine kluge, politische Satire voll bitterer Wahrheiten und fast schon prophetischer Voraussicht in die gesellschaftspolitische Entwicklung unserer Zeit, geschrieben von James Fenimore Cooper, dem Autor der Lederstrumpf-Romane. Die immer noch Gültigkeit besitzende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik dieser Fabel befasst sich mit den Eitelkeiten der Menschen, dem Streben nach Macht und Geld, der Globalisierung und der AbsurditGeld, der Globalisierung und der Absurdität fremdartiger Gebräuche. Cooper stellt mit ihr auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den USA und Großbritannien heraus. Er nimmt beide Länder kritisch unter die Lupe und legt den schriftstellerischen Finger genau in die Wunde des jeweiligen Nationalstolzes. Es ist sein philosophischstes, aber auch unbekanntestes Werk.

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Einunddreißigstes Kapitel: Glückseligkeit – die beste gesellschaftliche Investition – Ergebnis vieler Erfahrungen – und das Ende

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361 Einunddreißigstes Kapitel Glückseligkeit – die beste gesellschaftliche Investition – Ergebnis vieler Erfahrungen – und das Ende Zwei Monate nach diesem Tag befand ich mich im Pfarrhaus in Tenthpig als der glücklichste Mann Englands. Das Jahr war bis zur Mitte Juli vorgerückt, und die Büsche nahe des Bogenfensters der Bibliothek meines vortrefflichen Schwiegervaters standen in voller Pracht. Insbeson- dere rankte jene Pflanze, deren Blüten das Erröten von Annas Wangen so gut nachgeahmt hatten, in der Üppigkeit erneuter Fruchtbarkeit, ihre Düfte betörten sanft die Sinne meiner jungen Frau und auch meine, als wir allein da saßen, die heilige Stille eines schönen Sommermorgens und jenes köst- liche Glücksgefühl genießend, das dazu tendiert, die Seligkeit der ersten Monate einer gut harmonierenden Verbindung beinahe fühlbar zu ma- chen. Anna saß so nahe am Fenster, dass die Farbtöne des Rosenbusches ihr makelloses Gewand erleuchteten und ihrer ganzen Gestalt ein vollkom- menes Abbild des reizenden Geschöpfs gaben, welches die Dichter so oft besungen haben – das der errötenden Braut. Das sanfte Licht hatte eine ganze Wildnis von süßem Duft zu durchdringen, ehe es auf ihre milden Gesichtszüge fiel, von denen jeder von Glückseligkeit überquoll, und den- noch, wenn es nicht ein Widerspruch wäre, würde ich hinzufügen, nicht ganz ohne den Schatten der Nachdenklichkeit. Nie war sie lieblicher und ich hatte sie nie so hingebungsvoll und zärtlich erlebt wie in der letzten halben Stunde. Wir...

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