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Stabilität und Flexibilität in der Semantik

Strukturelle, kognitive, pragmatische und historische Perspektiven

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Inge Pohl and Klaus-Peter Konerding

Der Band beinhaltet die überarbeiteten Vorträge der Konferenz Stabilität und Flexibilität in der Semantik. Strukturelle, kognitive, pragmatische und historische Perspektiven, die vom 8. bis 10. Mai 2003 an der Universität Koblenz-Landau / Campus Landau stattfand. Im Mittelpunkt steht die Frage, in welcher Form relevante Faktoren der Eigenschaften semantischer Flexibilität und Stabilität in Erscheinung treten und inwiefern diese Faktoren jeweils Erklärungskraft für die spezifische Konstitution von Bedeutungen besitzen. Bekannt ist, dass Stabilität und Flexibilität kontextgerechten Sprachgebrauch ermöglichen, ohne dass bisher wissenschaftlich ausgereifte Modelle oder auch nur ein hinreichender Überblick über die Vielfalt der involvierten Faktoren und Prinzipien verfügbar wären. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes bieten repräsentative Perspektiven auf die komplexe Forschungsproblematik.

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E. Semantische Flexibilität und Intermedialität in der Text-Bild-Kommunikation

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MICHAEL HOFFMANN Zeichenklassen und Zeichenrelationen bei der Verknüpfung von Text und Bild. Ein Beitrag zur semiotischen Semantik Die Beschäftigung mit Verknüpfungen von Sprachzeichen (als Text) und Bildzeichen (z.B. Abbildungen) ist längst nicht mehr allein eine Sache von Semiotikern oder Theater- und Filmwissenschaftlern. Zahlreiche philologi- sche Spezialgebiete (Poetologie, Mediävistik, Stilistik, Textlinguistik, Medi- enlinguistik u.a.) zeigen ein begründetes Interesse nicht nur an Statusbeson- derheiten von Text und Bild in der Kommunikation, sondern vor allem auch an den Beziehungen zwischen Sprach- und Bildzeichen, d.h. an intermedialen Relationen. So findet man in der poetologischen Literatur Darstellungen zur literarischen Strömung der "Konkreten Poesie", die Laut-, Buchstaben- und Figurengedichte hervorgebracht hat (vgl. u.a. Kopfermann 1981). In der Me- diävistik wird die Vielschichtigkeit der funktionalen Beziehungen zwischen mittelalterlicher Bildkunst und Literatur untersucht; es wird dabei u.a. ent- deckt, dass Illustrationen zu handschriftlichen Texten diese nicht einfach be- bildern, sondern zugleich interpretieren (vgl. Ott 2000). Die Stilistik fragt u.a. nach Stileffekten, die sich aus der Ambiguisierung sprachlicher Zeichen durch Bilder ergeben (vgl. Spillner 1995). Textlinguistisch orientierte Arbei- ten beleuchten die Geltung von Textualitätsbedingungen im Hinblick auf Sprache-Bild-Texte (vgl. Sandig 2000) und medienlinguistisch orientierte Ar- beiten die Merkmale von Text-Bild-Medien, wie Zeitung und Plakat, oder Bild-Text-Medien, wie Fernsehen und Internet (vgl. Straßner 2002). Andere Aspekte von Intermedialität treten in der bildmedial sichtbar gemachten In- karnation des christlichen Wortes (vgl. Wenzel 2000) zutage, in der Über- tragbarkeit der für Sprachzeichen konzipierten Figurenlehre der Rhetorik auf das Medium Film...

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