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Theater für Alle?

Partizipation von Postmigranten am Beispiel der Bühnen der Stadt Köln

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Azadeh Sharifi

Die Partizipation von Postmigranten als Künstler und Publikum an der deutschen Kultur wird in diesem Buch exemplarisch an den Bühnen der Stadt Köln aufgezeigt. Drei Theaterhäuser, das Schauspiel Köln, das Comedia Theater und die Bühne der KulturenArkadaş Theater werden in ihrer inhaltlichen und programmatischen Ausrichtung zur interkulturellen Öffnung untersucht. Zudem werden Postmigranten zu ihrem Theaterinteresse sowie zu ihrer Nutzung der Kölner Theater befragt. Ein Ausblick auf die britische Kulturpolitik und die Teilhabe von black artists an der Theaterszene werden als Impulse für die deutsche Kulturpolitik diskutiert. Ziel der Arbeit ist die Formulierung von kulturpolitischen Handlungsempfehlungen, die zur Teilhabe von postmigrantischen Künstlern und Publikum an deutschen Theaterhäusern führen soll.

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Kapitel III: Kulturelle Partizipation von Postmigranten – Eine empirische Analyse

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1. Problemanalyse, Forschungsfragen und Forschungsziele Nach der Analyse von interkulturellen Konzepten an drei Kölner Theatern, wird auf das Publikum dieser Theater, Postmigranten der zweiten Generation einge- gangen. Die empirische Untersuchung soll Aufschluss über Kulturinteresse und -nutzung und speziell Theaterinteresse und Theaternutzung von Postmigranten liefern. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden den Ausgangspunkt für die Erar- beitung von kulturpolitischen Handlungsempfehlungen. Postmigranten können nicht als eine einheitliche soziale Gruppe angesehen werden. Grundsätzlich müssen verschiedene Faktoren wie Herkunft und ethni- sche Zugehörigkeit sowie kulturelle Prägung und Bildungsgrad unterschieden werden. Schließlich müsste zwischen Motivation der Migration – Flucht, Ar- beitsmigration, Wirtschaftsflüchtlinge etc. – unterteilt werden. Diese verschiede- nen Kategorien werden aber bei dieser Untersuchung außen vor gelassen, weil diese Unterscheidung für die vorliegende Arbeit unerheblich ist. In der Untersu- chung wird angenommen, dass generell die Kultur des familiären Herkunftslan- des der Postmigranten einen entscheidenden Einfluss auf ihr Kulturinteresse hat. Die für diese Arbeit befragten Personen teilen alle eine aktive oder passive Mi- grationserfahrung, obwohl diese unterschiedlichen Einfluss auf ihre jeweilige Lebensgeschichte hat und für jede dieser Personen eine andere Bedeutung hat. Die Analyse der Interviews hat drei Schwerpunkte. Es wird die Relevanz des Migrationshintergrundes für die Identität der interviewten Personen untersucht. Dabei soll herausgefunden werden, welchen Stellenwert der Migrationshinter- grund für das Kulturinteresse ihre Kultur- bzw. Theaternutzung hat. Welche Rol- le spielen Personen und Inhalte, die einen Bezug zu der eigenen Migrationsge- schichte haben und wie entscheidend sind sie f...

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