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Problematik des Vorsteuerabzuges bei Holdinggesellschaften

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Dominik Trachte

Die umsatzsteuerliche Unternehmereigenschaft von Holdinggesellschaften ist bereits seit dem Urteil des BFH aus dem Jahr 1984 zur Sphärentheorie fortwährend Diskussionsthema in Literatur, Rechtsprechung und Finanzverwaltung. Diese Arbeit greift den aktuellen Diskussionsstand auf und bietet mit der Mikrounternehmertheorie einen allgemeinen Lösungsansatz zur Beantwortung strittiger Sachverhalte an. Die Problematik der Unternehmereigenschaft und hiermit die Fragen des Vorsteuerabzuges werden anhand der Mikrounternehmertheorie dargestellt. Durch praktische Fallkonstellationen wird die Umsetzung der Mikrounternehmertheorie aufgezeigt. Dem Gesetzgeber und der Finanzverwaltung werden Empfehlungen an die Hand gegeben, die der Beseitigung von Unsicherheiten und ungerechtfertigten Steuerbelastungen dienen.

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5. Ergebnisse der Untersuchung und Ausblick

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5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse Zielsetzung der Arbeit war es, Fragestellungen im Zusammenhang mit der Un- ternehmereigenschaft und dem Vorsteuerabzug einer Holding zu klären. In ei- nem ersten Schritt sind zunächst die Begriffe der Holding und des Unternehmers bzw. Steuerpflichtigen untersucht und definiert worden. Anschließend sind die Entscheidungen der Rechtsprechung, die Vorgaben der Finanzverwaltung und der Diskussionsstand in der Literatur aufgearbeitet worden. Es zeigte sich, dass die in der BFH Rechtsprechung und bei der Finanzverwaltung vorherrschende Sphärentheorie die bestehenden Fragestellungen nicht immer zufriedenstellend beantworten konnte. Insbesondere führt die Sphärentheorie zu einem zu restrik- tiven Vorsteuerabzug. In der Folge ist aufbauend auf Ansätzen in der Literatur eine weiterentwickelte Methode, die sog. Mikrounternehmertheorie erarbeitet worden. Mit diesem Ansatz sind die bestehenden Problemfelder analysiert und aufgelöst worden. Dabei haben sich 6 Schwerpunkte herausgebildet. Im Folgen- den werden diese Schwerpunkte zusammenfassend dargestellt. Diese sind zum einen die „Unternehmereigenschaft“ und der „Vorsteuerabzug dem Grunde und der Höhe nach“ als Hauptschwerpunkte. Zum anderen sind im Detail hierzu Fra- gen zum „Entgelt“, zu den „Beteiligungen“, zur „unentgeltlichen Wertabgabe“ sowie zu dem „Reverse-Charge-Verfahren“ von Bedeutung. Schwerpunkt 1: Unternehmereigenschaft Zentrale Fragestellung der Arbeit war es, ob eine Holding umsatzsteuerlich ein Unternehmer / Steuerpflichtiger ist. Im Rahmen der Ausführungen hat sich her- ausgestellt, dass insbesondere die Finanz- und Führungsholding sowie die Dienstleistungsholding in unterschiedlicher Weise einzustufen sind. Dies hängt an dem Umfang und der Art der Geschäftstätigkeiten, für welche die drei Hol- dingarten stehen. Je aktiver...

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