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Investitionsentscheidungen institutioneller Investoren für Private-Equity-Gesellschaften

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Markus Freiburg

Dieses Buch untersucht Investitionsentscheidungen institutioneller Investoren für Private-Equity-Gesellschaften. Zentrales Ziel ist es, die Kriterien zur Auswahl einer Private-Equity-Gesellschaft empirisch zu erforschen. Die Ergebnisse zeigen, dass Investoren eine Private-Equity-Gesellschaft vor allem nach Track Record, Managementteam und Investitionsstrategie auswählen. Gleichzeitig beeinflussen soziale Beziehungen die Entscheidung eines Investors durch Informationstransfer und Vertrauensbildung und helfen, eine Finanzierungsbeziehung aufzubauen. Zudem bevorzugen Investoren Private-Equity-Gesellschaften, in die sie bereits zu einem früheren Zeitpunkt investiert haben. Reinvestitionen können somit ein zweischneidiges Schwert sein, die von einer rationalen Investitionsstrategie oder einem Status Quo Bias getrieben sein können.

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4. Theoretischer Kontext der Investitionsentscheidungen

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In diesem Kapitel wird der theoretische Kontext für die Investitionsentscheidungen institutioneller Investoren für PEGen beschrieben, um eine Einordnung der vor- liegenden Arbeit in die verschiedenen Wissenschaftstheorien zu ermöglichen. Hierzu wird zunächst die Principal-Agent-Theorie auf die Beziehung zwischen einem Investor und einer PEG angewendet (4.1), bevor Ansätze aus der Social- Embeddedness-Theorie auf diesen PE-spezifischen Hintergrund übertragen wer- den (4.2). Danach werden die Investitionsentscheidungen institutioneller Investo- ren für PEGen aus einer Behavioural-Finance-Perspektive betrachtet und um Ansätze zum Status Quo Bias erweitert (4.3). Abschließend werden die wichtigs- ten Ergebnisse dieses Kapitels und die hergeleiteten Hypothesen kurz zusam- mengefasst (4.4). 4.1 Principal-Agent-Theorie In diesem Abschnitt wird die Beziehung zwischen einem Investor und einer PEG als eine Principal-Agent-Beziehung charakterisiert und mit ihren spezifischen Eigenschaften vorgestellt. Aufgrund der Informationsasymmetrie zwischen einem Investor und einer PEG können verschiedene Agency-Probleme entstehen, für die unterschiedliche Lösungsansätze der Principal-Agent-Theorie vorgestellt werden. 4.1.1 Beziehung zwischen Investor und Private-Equity- Gesellschaft Die Beziehung zwischen einem institutionellen Investor und einer PEG stellt eine typische Principal-Agent-Beziehung dar. Als Principal-Agent-Beziehung kann jede vertragliche Beziehung zwischen einem Auftraggeber (dem Principal) und einem Auftragnehmer (dem Agent) angesehen werden, in welcher der Agent an Stelle des Principal bestimmte Leistungen erbringt.154 Die PEG handelt als 154 Vgl. Fama (1980), S. 288 ff., Jensen / Meckling (1976), S. 305 ff. und Ross (1973), S. 134 ff. 82 4. Theoretischer Kontext der Investitionsentscheidungen Agent im Auftrag für den institutionellen Investor als Principal, der indirekt durch einen Intermediär in...

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