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Kindheit in der Funktionale

Ambivalenzen ihres Wandels in disziplinären und professionellen Perspektiven

Edited By Sandro Bliemetsrieder and Susanne Dungs

Die Publikation diskutiert Chancen und Gefahren des Wandels von Kindheit in postindustriellen westlichen Gesellschaften. Dem Trend zur Funktionalisierung, der sich gegenwärtig beispielsweise in Kompetenzorientierung und Biologisierung zeigt, wird ein Begriff von Kindheit gegenübergestellt, der auf ‘Früheres’ (Moratorium) produktiv Bezug nimmt, ohne in eine einseitige Kulturkritik zu münden. Erziehung und kindlicher Eigensinn, Vernunft und Sinnlichkeit bedürfen eines offenen Randes, um nicht simultan von den Funktionalismen der Arbeitswelt adaptiert zu werden. Die Publikation sammelt die Vorträge und Diskussionen einer Ringvorlesung, die im Wintersemester 2010/11 an der Fachhochschule Kärnten stattfand und diesen Wandel von Kindheit in Gestalt eines Theorie-Praxis-Diskurses reflektierte.

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Eine professionelle Haltung im Handlungsfeld Kindheit und Jugend

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Zu einer professionellen Haltung der Sozialen Arbeit im Handlungsfeld Kindheit/ Jugend Eric Mührel Soziale Arbeit als Profession kann verstanden werden als Arbeit am und im So- zialen. In dieser Hinsicht besteht sie aus Handlungen von Menschen, professio- nellen Sozialpädagoginnen und Sozialarbeiterinnen1 wie Adressaten, in der So- zialen Welt (zur Sozialen Welt vgl. Mührel 2011). Ein Teilbereich der Sozialen Welt ist das Handlungsfeld Kindheit/ Jugend mit seinen spezifischen Erforder- nissen in den Bereichen von Erziehung und Bildung. Die wissenschaftliche Dis- ziplin Soziale Arbeit hat die wissenschaftliche Bearbeitung, Praxeologie und philosophische Reflexion der Handlungen in der Sozialen Welt zur Aufgabe. Sie ist somit eine Handlungswissenschaft; dies in zweierlei Ausformung (vgl. grundlegend Birgmeier/Mührel 2011). Einerseits ist sie Handlungswissenschaft als angewandte Wissenschaft, die das Handeln der professionell – und auch eh- renamtlich – Tätigen in der Sozialen Arbeit als Gegenstand beansprucht (vgl. beispielhaft Staub-Bernasconi 2007). Andererseits ist sie Grundlagenwissen- schaft, die das Handeln von Menschen allgemein und grundlegend wissenschaft- lich erforscht und philosophisch reflektiert (dazu Birgmeier 2007). In beiden Konstellationen wird davon ausgegangen, dass jeglichem Handeln eine Haltung der Handelnden zur (sozialen) Welt mit ihren Widerfahrnissen zugrundeliegt. Im Handeln drückt sich demnach immer eine Haltung aus. Im Folgenden steht die professionelle Haltung – als Bezugspunkt des pro- fessionellen Handelns – von SozialpädagogInnen und SozialarbeiterInnen im Blickpunkt. Wie lässt sich diese professionelle Haltung beschreiben? Worin be- steht sie? An welchen Paradigmen orientiert sie sich? Des Weiteren wird die Frage erörtert, wie sich die allgemein-professionelle Haltung in der Sozialen Arbeit im...

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