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Kindheit in der Funktionale

Ambivalenzen ihres Wandels in disziplinären und professionellen Perspektiven

Edited By Sandro Bliemetsrieder and Susanne Dungs

Die Publikation diskutiert Chancen und Gefahren des Wandels von Kindheit in postindustriellen westlichen Gesellschaften. Dem Trend zur Funktionalisierung, der sich gegenwärtig beispielsweise in Kompetenzorientierung und Biologisierung zeigt, wird ein Begriff von Kindheit gegenübergestellt, der auf ‘Früheres’ (Moratorium) produktiv Bezug nimmt, ohne in eine einseitige Kulturkritik zu münden. Erziehung und kindlicher Eigensinn, Vernunft und Sinnlichkeit bedürfen eines offenen Randes, um nicht simultan von den Funktionalismen der Arbeitswelt adaptiert zu werden. Die Publikation sammelt die Vorträge und Diskussionen einer Ringvorlesung, die im Wintersemester 2010/11 an der Fachhochschule Kärnten stattfand und diesen Wandel von Kindheit in Gestalt eines Theorie-Praxis-Diskurses reflektierte.

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Postmoderne Soziale Arbeit am Beispiel Familie

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Zwischen Tradition und Moderne Postmoderne Soziale Arbeit am Beispiel Familie Heiko Kleve „Die Familie übertreibt Gesellschaft.“ Niklas Luhmann (1990: 215) Die Familie wird als ein besonderes Sozialsystem in der funktional differenzier- ten Gesellschaft präsentiert, das zwar in einem modernen Kontext eingebettet ist, der nahezu alles Soziale flexibilisiert und dynamisiert, in dem aber das Tra- ditionelle fortbesteht. Denn die Familie als traditionelles System verweist auf stammesgesellschaftliche Sozialformen der vollständigen individuellen Syste- meinbindung. Überdies kommen in Familien systemische Regeln und Sozial- prozesse zum Wirken, die ebenfalls an tribale Gemeinschaften erinnern. Wie Soziale Arbeit diese Ambivalenz von Tradition und Moderne beachtet und in ihre Programme einbezieht, wird schließlich knapp skizziert. Ambivalenz als Kennzeichen postmoderner Sozialer Arbeit Unser Alltagsverstand, aber auch die moderne Philosophie und Sozialwissen- schaft gehen in der Regel davon aus, dass die gesellschaftliche Entwicklung als ein Prozess des Fortschreitens und Weiterentwickelns gedacht werden kann. Sichtbar wird dies etwa in den klassischen Vorstellungen einer dialektischen Evolution geistiger und sozialer Prozesse. Bekanntlich hat Hegel die Geistes- entwicklung als eine dialektische Stufenleiter gedacht, an deren Ende der Welt- geist zu sich selber gekommen sein wird. Marx hat diese dialektische Idee, wie es so schön heißt: vom Kopf auf die Füße gestellt und betrachtet die Sozialent- wicklung bezüglich der materiellen Arbeitsbedingungen als eine geschichtliche Treppe, die ausgehend von der Urgesellschaft, über die Sklavenhaltergesell- schaft, den Feudalismus und Kapitalismus schließlich den Sozialismus und 84 Heiko Kleve Kommunismus hervorbringen wird. Triebfeder dieser Evolution sei der Prozess vom Kampf der...

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