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Kindheit in der Funktionale

Ambivalenzen ihres Wandels in disziplinären und professionellen Perspektiven

Edited By Sandro Bliemetsrieder and Susanne Dungs

Die Publikation diskutiert Chancen und Gefahren des Wandels von Kindheit in postindustriellen westlichen Gesellschaften. Dem Trend zur Funktionalisierung, der sich gegenwärtig beispielsweise in Kompetenzorientierung und Biologisierung zeigt, wird ein Begriff von Kindheit gegenübergestellt, der auf ‘Früheres’ (Moratorium) produktiv Bezug nimmt, ohne in eine einseitige Kulturkritik zu münden. Erziehung und kindlicher Eigensinn, Vernunft und Sinnlichkeit bedürfen eines offenen Randes, um nicht simultan von den Funktionalismen der Arbeitswelt adaptiert zu werden. Die Publikation sammelt die Vorträge und Diskussionen einer Ringvorlesung, die im Wintersemester 2010/11 an der Fachhochschule Kärnten stattfand und diesen Wandel von Kindheit in Gestalt eines Theorie-Praxis-Diskurses reflektierte.

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Sozialraumorientierung und Kindheit

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Sozialraumorientierung und Kindheit Otger Autrata Die Sozialraumorientierung findet sich sowohl in der wissenschaftlichen wie auch in der professionellen Diskussion zur Sozialen Arbeit. Allerdings bleibt die Sozialraumorientierung theoretisch ungeklärt und verengt sich außerdem in der praktischen Anwendung zu Indikatoren, Sozialräumen als Verwaltungseinheiten und Sozialraumbudgets. Dem wird ein eigenes Verständnis des Autors zum Zu- sammenhang von Gesellschaft, Sozialem sowie Individuen gegenübergestellt, um daraus Vorstellungen für eine Soziale Arbeit abzuleiten. Das wird dann auf das Feld der Kindheit angewandt. An den Beispielen des Konsums von Alkohol und Nikotin sowie Exklusion zeigt sich, dass Soziale Arbeit mit Kindern den gesellschaftlichen Lebenskontext der Kinder mitberücksichtigen muss: Eine Ge- staltung der Möglichkeitsräume von Kindern, die Kinder als aktiv Handelnde einbezieht, kann nur in der Auseinandersetzung mit den umgebenden Menschen und Voraussetzungen geschehen. Die Sozialraumorientierung ist eine – nicht nur – in der Sozialen Arbeit häu- fig verwendete theoretische Grundvorstellung. Ebenso ist die Sozialraumorien- tierung auch Ausgangspunkt der Stadtentwicklung und daran angelagerter Pro- jekte und Maßnahmen. Sozialraumorientierung bezeichnet Vorgehensweisen, bei denen es nicht darum geht, nur an isoliert gesehenen Einzelfällen zu arbei- ten. Sozialraumorientierung will auch Lebensverhältnisse von Menschen in den Blick nehmen; so sollen adäquatere und bessere Lösungen von Problemen mög- lich werden. Sozialraumorientierung ist keine neue Theorie, „sondern eine unter Nutzung und Weiterentwicklung verschiedener theoretischer und methodischer Blickrichtungen entwickelte Perspektive, die als konzeptioneller Hintergrund (Fachkonzept) für das Handeln in zahlreichen Feldern sozialer Arbeit dient“ (Hinte 2008: 13; Schreibweise ‚soziale Arbeit...

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