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Kindheit in der Funktionale

Ambivalenzen ihres Wandels in disziplinären und professionellen Perspektiven

Edited By Sandro Bliemetsrieder and Susanne Dungs

Die Publikation diskutiert Chancen und Gefahren des Wandels von Kindheit in postindustriellen westlichen Gesellschaften. Dem Trend zur Funktionalisierung, der sich gegenwärtig beispielsweise in Kompetenzorientierung und Biologisierung zeigt, wird ein Begriff von Kindheit gegenübergestellt, der auf ‘Früheres’ (Moratorium) produktiv Bezug nimmt, ohne in eine einseitige Kulturkritik zu münden. Erziehung und kindlicher Eigensinn, Vernunft und Sinnlichkeit bedürfen eines offenen Randes, um nicht simultan von den Funktionalismen der Arbeitswelt adaptiert zu werden. Die Publikation sammelt die Vorträge und Diskussionen einer Ringvorlesung, die im Wintersemester 2010/11 an der Fachhochschule Kärnten stattfand und diesen Wandel von Kindheit in Gestalt eines Theorie-Praxis-Diskurses reflektierte.

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Demokratisierung im Kindesalter – Bildungspläne

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Demokratisierung im Kindesalter Bildung in elementaren Bildungsinstitutionen Gerald Salzmann 1. Einleitende Gedanken Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Bildung in elementaren Institutionen1 in Österreich – aber auch in Deutschland – verstärkt zum Gegenstand öffentlicher Diskussion geworden. Während auf der wissenschaftlichen Ebene schon seit geraumer Zeit die Bedeutung elementarer Bildungsinstitutionen für Bildungs- prozesse von Kindern betont wird, rückt nun vor allem im Kindergarten, als zentrale vorschulische Bildungseinrichtung, verstärkt dessen Bildungsauftrag2 in den Blickpunkt der breiten Öffentlichkeit. Als Ausgangspunkt für gravierende Umbrüche in vorschulischen Bildungs- institutionen kann die von der OECD organisierte international vergleichende PISA-Studie ausgemacht werden (vgl. OECD3 2003). Der Leistungsvergleich zwischen SchülerInnen im Alter von 15 Jahren stand im Mittelpunkt dieser Stu- die. Dabei wurde kein internationaler Schulnotenvergleich durchgeführt, son- dern der Leistungsstand hinsichtlich sprachlicher und mathematischer Kompe- tenzen untersucht. Die Ergebnisse, in der Zwischenzeit hinreichend bekannt und heftig diskutiert, verdeutlichten, dass die Leistungen der SchülerInnen in Öster- reich im internationalen Vergleich eher im unteren Mittelfeld angesiedelt sind. Dieses Ergebnis ist an sich schon beunruhigend. Von zahlreichen ExpertInnen als katastrophal wurde aber der Befund angesehen, dass die Leistungen der 1 Elementare Bildungsinstitutionen umfassen in Österreich sehr unterschiedliche Formen, die rechtlich abgegrenzt sind. In Anlehnung an Statistik Austria werden in der vorliegenden Arbeit als elementare Bildungseinrichtungen die „Kinderkrippe“ und der „Kindergar- ten“ angeführt. Zur Kinderkrippe sind auch die verschiedenen Formen der Kindertages- stätte (Kinder-, Spiel-, Krabbelgruppen) zu rechnen. 2 Während der Bildungsauftrag des Kindergartens in allen Bundesländern gesetzlich...

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