Show Less

Slogans in der deutschen Printwerbung

Untersuchung zu Form, Inhalt und Funktion

Series:

Zhanar Sulikan

Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Vielfalt von sprachlichen Techniken in Slogans deutscher Anzeigenwerbung aufzuzeigen und diese als bewusst gesetzte Werbestrategien kenntlich zu machen. Das Forschungsinteresse richtet sich primär auf die sprachliche Form und die Funktion der Slogans sowie ihre Relationen zu anderen Elementen der Werbeanzeige. Im Unterschied zu früheren Sloganuntersuchungen wurde der Slogan nicht nur als ein isolierter, sondern als ein in den Werbekontext eingebetteter Baustein betrachtet. Aufgrund der Analyse des Korpusmaterials wurden unterschiedliche Aspekte der Slogans, ihre formalen und inhaltlichen Gestaltungsmittel sowie vielfältige Bezüge zu Markennamen, Headline, Body Copy und Bild dargestellt.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

6 Wortschatz

Extract

6.1 Abgrenzung: Hochwertwörter und Schlüsselwörter Von Römer (1971: 85) wird die für die Werbesprache typische Erscheinung „semantische Aufwertung“ wie folgt definiert: Unter semantischer Aufwertung wird hier verstanden, dass von den angebotenen Waren mit Worten gesprochen wird, die bei einem ausgewogenen Verhältnis zwi- schen Wort und Sache nicht gewählt werden würden. Die Gegenstände werden mit der Sprache aufgewertet. Sie werden in der Hierarchie der Werte, die in der Sprache beschlossen ist, um eine oder mehrere Stufen heraufgerückt. In der Definition von Römer handelt es sich primär um die Aufwertung von an- gebotenen Waren. Nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die angesprochene Zielgruppe oder der Produzent können semantisch aufgewertet werden, indem man sie mit positiv konnotierten Attributen kennzeichnet. Zur Erzielung der se- mantischen Aufwertung werden verschiedene Mittel eingesetzt, wie Komparati- on der Adjektive, Personifizierung u.a., welche im Teilkapitel ‚Rhetorische Fi- guren‘ behandelt werden. Die semantische Aufwertung kann durch Hochwert- wörter erfolgen. Nach Römer (1971: 99) sind Hochwertwörter „solche Wörter, die etwas Wertvolles bezeichnen und zu Warennamen verwendet werden“. Dazu werden z.B. neben den Produktbezeichnungen mit Adelstiteln wie ‚Markgraf‘ oder ‚Prinz‘ auch „hoch-wertende“ Adjektive wie ‚genial‘ und ‚gut‘ gezählt (ebd.: 101 f.). Janich (2001: 120) weitet den von Römer definierten Begriff aus und bezeichnet als Hochwertwörter all diejenigen Ausdrücke, „die ohne gram- matische Struktur eines Komparativs oder Superlativs geeignet sind, das damit Bezeichnete (bei Substantiven) oder näher Bestimmte/Prädizierte (bei...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.