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Sprachwissenschaft für den Alltag

Ein Kompendium- 2., überarbeitete und erweiterte Auflage - Unter Mitarbeit von Alexander Gräbner

Hartmut Heuermann

Wir lieben unsere Sprache. Aber kennen wir diese scheinbar so selbstverständliche Sache, mit der wir täglich umgehen? Wissen wir, welch vielschichtiges Gebilde sie in Wirklichkeit darstellt? Ahnen wir die Mannigfaltigkeit und die Feinheiten, die sie offenbart, sobald man die Oberfläche verlässt und den Phänomenen auf den Grund geht. Was zum Beispiel ist ein Symbol, und wie unterscheidet es sich von einer Metapher? Was versteht man unter Ethnolekt und was ist seine Beziehung zum Idiolekt und Dialekt? Was hat es mit Pidgin auf sich? Sprachwissenschaft für den Alltag ist ein Kompendium, das sprachwissenschaftliches Wissen für den Hausgebrauch vermittelt. In dieser 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage werden rund 160 Schlüsselbegriffe erläutert, die das Medium dem Nutzer näher bringen und der Welt der Sprache Profil verleihen. Eine praktische Handreichung für alle, die mit Sprache umgehen und ihre Kenntnisse verbessern möchten. Eine nützliche Lektüre zu einer Zeit, in der es um die deutsche Sprache offenkundig nicht zum Besten steht.
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Vorwort

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Die sprichwörtlichen Spatzen pfeifen es von den Dächern: Um die deutsche Sprache ist es nicht gut bestellt. Klagen über ihren Zustand, Sorgen über ihre Defizite und Kritik am schludrigen Umgang mit dem Medium reißen nicht ab. Der bekannte Journalist und Sachbuchautor Dieter E. Sommer schimpft: „Kein Volk hat eigentlich das Recht, etwas, das zum Weltkulturerbe gehört, verwahrlosen zu lassen.“ Die sich für Sprachförderung engagierende Kam- mersängerin Edda Moser grämt sich: „ Die deutsche Sprache verkommt wie ein krankes Tier.“ Den Sprachkritiker Wolf Schneider treibt die Befürchtung um, dass „eine große Kultursprache vor die Hunde geht“. Deutschlehrer spre- chen von „grammatischen Löchern“ in den Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Arbeitgeber monieren beunruhigende Lese- und Schreibschwächen bei ihren Auszubildenden. Sprachwissenschaftler diagnostizieren mangelndes Leistungsvermögen bei deutschen Probanden im internationalen Wettbewerb und beklagen die insgesamt wenig schmeichelhafte Bilanz von PISA. Gesell- schafts- und Kulturkritiker nehmen die Illoyalität der Deutschen gegenüber ihrer Muttersprache ins Visier und schimpfen über die hybride Sprache na- mens „Denglisch“. Medienexperten sprechen von „Sprachamputation“, wenn unter dem Einfluss elektronischer Medien aus durchdachten, zusammenhän- genden Äußerungen eine Minimalsprache aus lingualen Fetzen und Bruchstü- cken wird. Satiriker machen sich einen Spaß daraus, dem Publikum Beispiele einer verkommenen, grammatisch fehlerhaften Sprache um die Ohren zu hau- en. Sprachvereine küren und geißeln alljährlich prominente „Sprachpan- scher“, die in unserer Sprachkultur mit besonders schlechtem Beispiel voran- gehen. Germanisten an der Universität Frankfurt/M. stigmatisieren...

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