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Sprachwissenschaft für den Alltag

Ein Kompendium- 2., überarbeitete und erweiterte Auflage - Unter Mitarbeit von Alexander Gräbner

Hartmut Heuermann

Wir lieben unsere Sprache. Aber kennen wir diese scheinbar so selbstverständliche Sache, mit der wir täglich umgehen? Wissen wir, welch vielschichtiges Gebilde sie in Wirklichkeit darstellt? Ahnen wir die Mannigfaltigkeit und die Feinheiten, die sie offenbart, sobald man die Oberfläche verlässt und den Phänomenen auf den Grund geht. Was zum Beispiel ist ein Symbol, und wie unterscheidet es sich von einer Metapher? Was versteht man unter Ethnolekt und was ist seine Beziehung zum Idiolekt und Dialekt? Was hat es mit Pidgin auf sich? Sprachwissenschaft für den Alltag ist ein Kompendium, das sprachwissenschaftliches Wissen für den Hausgebrauch vermittelt. In dieser 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage werden rund 160 Schlüsselbegriffe erläutert, die das Medium dem Nutzer näher bringen und der Welt der Sprache Profil verleihen. Eine praktische Handreichung für alle, die mit Sprache umgehen und ihre Kenntnisse verbessern möchten. Eine nützliche Lektüre zu einer Zeit, in der es um die deutsche Sprache offenkundig nicht zum Besten steht.
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Computersprache So wird landläufig das (relativ junge) Fachvokabular genannt, das, ausgelöst von der rasanten Entwicklung in der elektronischen Datenverarbeitung, eine regelrechte Schwemme an → Neologismen in der deutschen Sprache verur- sacht hat. Kein Gebiet technisch-industrieller Innovationen hat in den letzten Jahrzehnten einen vergleichbaren Effekt erzielt, und keines zeigt den Zu- sammenhang von Wörtern und Sachen in vergleichbarer Deutlichkeit. Dabei ist es sprachsoziologisch interessant zu beobachten, wie hier ein expansiver Prozess eingesetzt hat, der das Vokabular von (ehedem) einigen Fachleuten rasch in den Wortschatz der Allgemeinheit hineinwachsen lässt. Wem solche englischsprachigen Begriffe wie Hard Disc Drive, ROM, Hardware, Mother- board, Giga Bytes, Word Processor, Joystick, Touchpad, Multitasking u. dgl. nicht geläufig sind, gilt kulturell und technisch mittlerweile als hinterwäldle- risch. Erkennbar ist freilich auch, dass die Fülle der Neologismen nicht hätte entstehen können, wenn das technische Interesse am Computerwesen nicht massiv von kommerziellen Interessen gefördert worden wäre. Die Verbrei- tung der Computer verdankt sich einer gezielten Kommerzialisierung und diese wiederum popularisiert die Fachsprache. Nicht zu verwechseln mit dieser Computersprache, die streng genommen keine Sprache ist, sondern nur ein Register innerhalb der Sprache markiert, sind die Programmiersprachen der Informatiker. Das sind formale Befehlsket- ten in Form bestimmter Kodes, wie BASIC, ALGOL, FORTRAN etc., die den Computern als Arbeitsanweisungen für bestimmte Operationen eingege- ben werden. Sie haben den eigenständigen Beruf des Programmierers hervor- gebracht.

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