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Sprachwissenschaft für den Alltag

Ein Kompendium- 2., überarbeitete und erweiterte Auflage - Unter Mitarbeit von Alexander Gräbner

Hartmut Heuermann

Wir lieben unsere Sprache. Aber kennen wir diese scheinbar so selbstverständliche Sache, mit der wir täglich umgehen? Wissen wir, welch vielschichtiges Gebilde sie in Wirklichkeit darstellt? Ahnen wir die Mannigfaltigkeit und die Feinheiten, die sie offenbart, sobald man die Oberfläche verlässt und den Phänomenen auf den Grund geht. Was zum Beispiel ist ein Symbol, und wie unterscheidet es sich von einer Metapher? Was versteht man unter Ethnolekt und was ist seine Beziehung zum Idiolekt und Dialekt? Was hat es mit Pidgin auf sich? Sprachwissenschaft für den Alltag ist ein Kompendium, das sprachwissenschaftliches Wissen für den Hausgebrauch vermittelt. In dieser 2., überarbeiteten und erweiterten Auflage werden rund 160 Schlüsselbegriffe erläutert, die das Medium dem Nutzer näher bringen und der Welt der Sprache Profil verleihen. Eine praktische Handreichung für alle, die mit Sprache umgehen und ihre Kenntnisse verbessern möchten. Eine nützliche Lektüre zu einer Zeit, in der es um die deutsche Sprache offenkundig nicht zum Besten steht.
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Kalligrafie Von gr. kalligraphia = Schönschrift. Der Begriff bezeichnet die Kunst des Schönen Schreibens, der elaborierten Stilisierung von Schriftzeichen, wie sie in fast allen hoch entwickelten Kulturen bis zur Erfindung des Buchdrucks und der maschinellen Reproduktion von Texten praktiziert wurde. Kalligrafie ist heute ein Bereich der Ästhetik, sie gründet jedoch in ihren Anfängen auf religiösen Motiven. Kalligrafen waren von der Vorstellung geleitet, dass wichtige, hauptsächlich sakrale, aber auch poetische, juristische und politi- sche Texte einer besonderen Sorgfalt und Schönheit in der Darstellung be- durften, um ihre Bedeutsamkeit zu würdigen. Dies galt insbesondere für die Gestaltung von Titeln sowie auch für die Stilisierung der Anfangsbuchstaben von Kapiteln. Die beste Anschauung dafür liefern die diversen Evangeliare, in denen Mönche ein Höchstmaß an Eifer und Sorgfalt auf die (meist farbige) Gestaltung biblischer Texte verwandten. Hier herrschte eine besondere Äs- thetik der Frömmigkeit. Aber auch Vertragstexte und andere weltliche Do- kumente wurden kalligrafisch geschmückt und gestaltet, um die ihnen gebüh- rende Bewunderung und Ehrfurcht sicherzustellen. Zuweilen finden wir die Kunst auch noch in der Romanliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts, wo man kalligrafische Muster in den Buchdruck übernommen hat. Kode, Enkodierung, Dekodierung Im engeren Wortsinn bedeutet Kode eine mit bestimmter Absicht verschlüs- selte Botschaft. Sender und Empfänger von Botschaften arbeiten mit Ver- schlüsselungen entweder zum Zweck einer geheimen Übermittlung von In- halten oder aus dem Interesse an einer möglichst knappen, ökonomischen Kommunikation. Der erste Fall...

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