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Perspektiven der Sicherheitsforschung

Beiträge aus dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit

Edited By Lars Gerhold and Jochen Schiller

Öffentliche Sicherheit ist zu einer zentralen Aufgabe für Politik und Wissenschaft geworden. Die Herausforderungen des Forschungsfeldes betreffen dabei die unterschiedlichsten wissenschaftlichen Fachgebiete und Disziplinen. Perspektiven der Sicherheitsforschung führt die Heterogenität und Komplexität des Themenfeldes «Sicherheit» anhand aktueller Forschungsbeiträge aus geistes- und sozialwissenschaftlichen sowie technik- und naturwissenschaftlichen Blickwinkeln in einem gemeinsamen Werk zusammen. Die Expertinnen und Experten aus dem Wissenschaftlichen Beirat des Forschungsforums Öffentliche Sicherheit widmen sich dabei dem breiten Spektrum von Sicherheit im Sinne technischer Lösungen zum Schutz der Bevölkerung bis hin zur Frage des Umgangs mit Unsicherheit als Beschreibungsmerkmal unserer Gesellschaft.

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Technik- und naturwissenschaftliche Perspektiven der Sicherheitsforschung

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155 Technische Sicherheit und resiliente Gesellschaft Klaus Thoma Daniel Hiller Tobias Leismann Angesichts der schieren Omnipräsenz von Meldungen über menschlich wie natürlich verursachte Katastrophen und deren Folgen rückt das Thema „Sicher- heit“ verstärkt in den Mittelpunkt der politischen und öffentlichen Diskurse moderner Gesellschaften. Während die Perspektive des einzelnen Bürgers hin- sichtlich des persönlichen Sicherheits- respektive Unsicherheitsempfindens stark subjektiven Einflüssen unterliegt, lassen öffentlich geführte Debatten und das entschiedene Handeln von Staaten und deren Sicherheitsorganen erkennen, dass sich massive Verwerfungen im Bereich „Sicherheit“ manifestieren. Traditionelle Grenzen zwischen innerer und äußerer, zwischen öffentlicher und privater Sicherheit scheinen in Anbetracht moderner Phänomene, wie sie der international agierende Terrorismus, transnationale organisierte Kriminalität oder die teils globalen Auswirkungen lokaler Naturkatastrophen sowie Großun- fälle darstellen, in zunehmendem Maße obsolet zu werden. Darüber hinaus führt die sich ausweitende Privatisierung ehemals hoheitlicher Aufgaben (hier sei vor allem das Beispiel der Flughafenkontrollen angeführt) in Bezug auf den Betrieb, die Erhaltung und die Neugestaltung kritischer Infrastrukturen – insbesondere hinsichtlich der Bereiche „Energie“, „Telekommunikation“ und „Mobilität“ – zu deutlichen Verschiebungen innerhalb der gesamtstaatlichen Sicherheitsarchitek- tur einzelner Nationen. Wohlstand und Wachstum entwickelter Industriegesellschaften sind stark ab- hängig von solchen global hoch vernetzten kritischen Infrastrukturen, deren massive Störung oder gar Zerstörung das Potenzial birgt, unkalkulierbare öko- nomische und gesellschaftliche Folgeschäden auszulösen. Um die Vielzahl an möglichen Gefahrenherden frühzeitig zu erkennen und möglichst zu vermeiden sowie die Folgeschäden nach...

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