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Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation

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Friedrich Lenz and Stephan Schlickau

Interne Diversität, aber auch zunehmender internationaler Austausch kennzeichnen moderne Gesellschaften. Mit den daraus erwachsenden Herausforderungen beschäftigte sich das interdisziplinäre Promotionskolleg Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation. Ziel war es, die von unterschiedlichen Bezugswissenschaften ausgehende Forschung in einen Zusammenhang zu stellen und miteinander zu verzahnen. Dieser Sammelband repräsentiert die wichtigsten Ergebnisse und basiert auf der Erforschung von vier Bereichen, nämlich Diversität in Bildung, Management und Recht, Interkulturelle und (mehr-)sprachliche Kompetenz in Schule und Unterricht, Ästhetik der Interkulturalität sowie Interkulturelle Kommunikation. Der Band informiert so über unterschiedliche Zugänge und Inhalte der Erforschung von Interkulturalität und will zu eigenen Arbeiten auf diesem zunehmend relevanten Feld inspirieren.

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Mit kultureller Vielfalt gestalten. Ein Plädoyer für eine kulturpolitisch durchdachte Entwicklungstheorie: Daniel Gad

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Mit kultureller Vielfalt gestalten. Ein Plädoyer für eine kulturpolitisch durchdachte Entwicklungstheorie. Daniel Gad Seit nunmehr fast 30 Jahren wird der Diskurs um Kultur und Entwicklung ge- führt. Kultur und Kunst sind demnach entscheidend für die Entwicklung des Menschen. Deshalb ist es unausweichlich auch im Rahmen von Entwicklungs- politik kulturpolitisch zu denken und zu handeln. Entwicklungspolitik, quo vadis? Ziele und Wege von Entwicklungspolitik in Frage zu stellen ist keine Neuigkeit. Werden doch viele der Erwartungen an die umfassenden Hilfen aus dem Norden in den Süden seit den 1960er Jahren, trotz wiederholt überarbeiteter Ansätze, enttäuscht. Gründe werden dabei sowohl in externen als auch in internen Fakto- ren gesucht und gesehen. Eine Herausforderung ist dabei auch, dass Ursachen und Gründe der Missstände mannigfaltig und komplex, zudem undurchschaubar und vielfach unklar bleiben. Bis zum Ende des Kalten Krieges waren hauptsäch- lich zwei Entwicklungstheorien Basis des internationalen Diskurses. Durch sie wurden entwicklungspolitische Strategien entscheidend geprägt. Die eine ist die Modernisierungstheorie, ausgehend von der global verstandenen, nachholenden Entwicklung nach Vorbild der westlichen Industriestaaten. Die andere ist die sogenannte Dependenztheorie, wonach die Welt als ein weltweites Netz aus ein- seitigen Abhängigkeiten zu Ungunsten der Entwicklungsländer begriffen wird. Grundlegend erweitert wurden diese durch Modelle wie die Grundbedürfnis- strategie, orientiert an den Lebensbedingungen der Armen, und den Bielefelder Verflechtungsansatz, der auf partizipative Mitgestaltung abzielt. 21 Michael Schönhuth hielt 2005 fest, dass die heutige entwicklungstheoretische Diskussion sich nun vielfach auf die „kritische Rolle endogener...

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