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Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation

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Edited By Friedrich Lenz and Stephan Schlickau

Interne Diversität, aber auch zunehmender internationaler Austausch kennzeichnen moderne Gesellschaften. Mit den daraus erwachsenden Herausforderungen beschäftigte sich das interdisziplinäre Promotionskolleg Interkulturalität in Bildung, Ästhetik, Kommunikation. Ziel war es, die von unterschiedlichen Bezugswissenschaften ausgehende Forschung in einen Zusammenhang zu stellen und miteinander zu verzahnen. Dieser Sammelband repräsentiert die wichtigsten Ergebnisse und basiert auf der Erforschung von vier Bereichen, nämlich Diversität in Bildung, Management und Recht, Interkulturelle und (mehr-)sprachliche Kompetenz in Schule und Unterricht, Ästhetik der Interkulturalität sowie Interkulturelle Kommunikation. Der Band informiert so über unterschiedliche Zugänge und Inhalte der Erforschung von Interkulturalität und will zu eigenen Arbeiten auf diesem zunehmend relevanten Feld inspirieren.

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Russische Juden: Neue Heimat in Deutschland?: Lena Rösler

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Russische Juden: Neue Heimat in Deutschland? Lena Rösler Seit ca. 20 Jahren hört man von russischsprachigen Migranten aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Man nennt sie „Russen“, weil die Sprache, die die- se Migranten verbindet, Russisch ist. Die meisten dieser Migranten sind als Spätaussiedler nach Deutschland eingereist, das sind etwa 3 Mio. Menschen. Eine kleine Migrantengruppe von ca. 220.000 Menschen bleibt hinter dieser Zahl meist verborgen ‒ jüdische Einwanderer. In den amtlichen Statistiken wer- den diese Migranten nicht gesondert ausgewiesen. Lediglich die Medien berich- ten über die Folgen dieser Migration: gewachsene jüdische Gemeinden, neue Synagogenbauten an manchen Orten – diese Präsenz in den Medien ist schwer zu übersehen. Es lohnt sich aber genauer hinzusehen: Welche Menschen stehen hinter jener Veränderung in den Gemeinden? Woher kamen die jüdischen Ein- wanderer der letzten 20 Jahre? Warum reisten sie ausgerechnet nach Deutsch- land? Welche Erfahrungen bringen sie aus der früheren Heimat mit? Welche Rolle spielen die Gemeinden für die Zuwanderer? Welche Perspektiven haben sie und ihre Kinder? Entsteht in Deutschland „ein neues Judentum“ (Schoeps (2005: 119))? Geschichte der Juden in der ehemaligen Sowjetunion Bis zum 18. Jahrhundert wurden Juden in russischen Chroniken nur am Rande erwähnt – ihre Zahl war sehr gering (vgl. Haumann (1998)). Als im 18. Jahr- hundert das Russische Reich 91 polnisch-litauische Gebiete eroberte, kam im Zuge der polnischen Teilungen fast eine Million Juden92 unter die Herrschaft der russischen Zarin Katharina II. (1729-1796). Die Juden mussten sich an extra gekennzeichneten Orten...

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