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Klimagerechte Stadtentwicklung – Die neuen Regelungen der BauGB-Novelle 2011

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Edited By Stephan Mitschang

Am 30. Juli 2011 ist das «Gesetz zur Förderung des Klimaschutzes bei der Entwicklung in den Städten und Gemeinden» (BGBl. I S. 1509) in Kraft getreten. Ziel des Gesetzes ist es, zugunsten des Klimaschutzes den Handlungsspielraum der Gemeinden zu erweitern und die Planungspraxis zu unterstützen. Gewährleistet werden soll die Zielerreichung insbesondere durch spezifisch am Klimaschutz sowie der Anpassung an die Folgen des Klimawandels ausgerichtete Neuregelungen und Klarstellungen. In diesem Buch sind die bei der wissenschaftlichen Fachtagung an der Technischen Universität Berlin unter der Überschrift «Klimagerechte Stadtentwicklung – die neuen Regelungen der BauGB-Novelle 2011» am 19. und 20. September 2011 gehaltenen Vorträge enthalten. Sie dienen der Planungspraxis als eine erste zusammenfassende Darstellung der Anforderungen der Klimaschutz-Novelle 2011 und sollen dazu beitragen, den fachlichen und rechtlichen Rahmen von Klimaschutz und Klimawandel im Städtebaurecht deutlich zu machen.

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Michael Krautzberger: Klimaschutz als Aufgabe der Stadterneuerung und des Stadtumbaus

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103 VI Klimaschutz als Aufgabe der Stadterneuerung und des Stadtumbaus Michael Krautzberger I. Ausgangslage 1. Klimaschutz im Stadtquartier Während die energetischen Anforderungen an den Neubau seit Jahren steigen und in absehbarer Zeit zu „Passiv-“ oder „Nullenergie-“ oder sogar zu „Plus- energiehäusern“ führen, bleibt der Altbaubestand und damit die große Mehr- heit der Gebäude hinter diesem Standard zurück. Dieser Abstand dürfte sich in diesem Jahrzehnt rasch vergrößern. Ungeachtet der Möglichkeiten der energetischen Sanierung ist es jedenfalls nach jetzigem technischem Stand nicht zu erreichen, dass der Altbaubestand an diese Neubaustandards herange- führt werden kann. Dies kann mittel- und langfristig zu einer Abwertung die- ser Bestände führen, was Attraktivität, Kosten, Vermietbarkeit und generell Marktfähigkeit betrifft. Die ehrgeizigen Klimaschutzziele werden aber nur zu erreichen sein – da sind sich Experten und Politik einig –, wenn der Gebäude- bestand insgesamt energetisch angepasst wird. Über das Einzelgebäude hinaus- gehende energetische Maßnahmen auch für den Bestand sind möglich, ohne dass die baukulturelle Qualität der Bestände verloren geht. Das sind neben den ohne Eingriffe in das innere oder äußere Gefüge des Bestands mögliche Maß- nahmen (ggf. Heizung, Keller- und Dachdecken, Fenster), vor allem aber auch Maßnahmen für Hausquartiere durch gebietsbezogene Maßnahmen: Block- heizkraftwerke, Photovoltaik für ein Gebiet oder für Freiflächen im Gemein- degebiet, Fernheizung u. a. Dies kann vielfach gemeinsame Lösungen für städ- tische bzw. gemeindliche...

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