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Sprache und Kultur im Spiegel der Rezension

Ausgewählte Beiträge der GeFoText-Konferenz vom 29.9. bis 1.10.2010 in Vaasa

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Edited By Mariann Skog-Södersved, Christoph Parry and Michael Szurawitzki

Die Rezension stellt aus literatur- und kulturwissenschaftlicher wie auch aus linguistischer Sicht ein vielseitiges Forschungsfeld dar. Auch wenn sie nur über Werke der Literatur und der verwandten Künste informieren will, reflektiert die Rezension mit ihren Wertungen und Argumentationen die Werte und Prioritäten der Gesellschaft. Als konventionalisierte Textsorte geben Rezensionen über sprachliche Mechanismen gesellschaftlichen Handelns und, dank ihrer grundsätzlichen Vergleichbarkeit, über Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Kulturen Aufschluss. Dieser Band versammelt ausgewählte Beiträge einer Tagung in Vaasa 2010, die einen interdisziplinären und transnationalen Zugang zum Phänomen der Rezension suchte.

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Christoph Parry und Michael Szurawitzki: Einleitung

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Christoph Parry und Michael Szurawitzki Einleitung Die ernsthafte wissenschaftliche Beschäftigung mit Literatur und Schrifttum wird oft damit begründet, dass diese die Normen und Werte der Gesellschaft besonders deutlich artikulieren, reflektieren und zu ihrer Evolution beitragen. Mehr noch als durch die Werke selbst geschieht die Einflussnahme der Literatur auf das kollektive Bewusstsein durch ihre öffentliche Rezeption in der Kritik. Erst die durch die Literaturkritik entfachte Diskussion mit ihren Wertungen positioniert die behandelten Werke innerhalb eines breiteren gesellschaftlichen Diskurses. Sie ist es, die das intime Leseerlebnis, den Dialog zwischen Werk und Leser, zwischen Autor und Rezipienten, zu einem öffentlichen Akt macht, und das wichtigste Instrument der Kritik bei dieser Aufgabe ist die Rezension. Rezensionen kann man sich aus linguistischer wie literaturwissenschaft- licher Sicht nähern. Den einzelnen Beiträgen des vorliegenden Bandes liegen Vorträge zugrunde, die bei der internationalen Tagung Sprache und Kultur im Spiegel der Rezension im Herbst 2010 in Vaasa präsentiert wurden. Über ein solches Konferenzthema lässt sich die oft genug hart vollzogene Trennung zwischen Linguistik und Literaturwissenschaft innerhalb der (Auslands-)Germa- nistik aufheben. Germanisten, d. h. Linguisten und Literaturwissenschaftler aus dem In- und Ausland, folgten der Einladung zur Konferenz, um sich miteinander auszutauschen. Die vorliegende Einleitung führt, der Gliederungssystematik des Bandes folgend, zunächst in die linguistischen, danach in die literaturwissen- schaftlichen Perspektiven ein, aus denen man sich mit Rezensionen auseinan- dersetzen kann. Als dritte Perspektive wird diejenige der Mitarbeiter/innen am Projekt „SCARAB (Studying Criticism And Reception Across Borders)“ an der Radboud Universiteit...

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