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Politische Kultur und Theatralität

Aufsätze, Essays, Publizistik- Mit einem Vorwort von Joachim Fiebach

Gottfried Fischborn

Der Verfasser beschreibt und analysiert Elemente und Aspekte von Theatralität in der politischen Kultur Deutschlands zwischen 1990 und 2011. In diesem Sinne versteht sich das Buch als angewandte Theaterwissenschaft mit interdisziplinärem Bezug zur Politik- und Kommunikationswissenschaft. Dabei rücken vor allem die Schwierigkeiten und Widersprüche des deutschen Vereinigungsprozesses in den Focus. Die Theaterwissenschaft der DDR gab für das Diskursfeld «Theatralität» vor allem durch Rudolf Münz und Joachim Fiebach schon seit 1978 folgenreiche Anstöße. An Fiebachs kommunikationswissenschaftlich geprägtes Konzept schließt der Verfasser unmittelbar an. Die Studien und publizistischen Arbeiten werden ergänzt durch einige literaturwissenschaftliche, thematisch angrenzende Texte, unter anderem zu Peter Hacks, Heiner Müller, Alfred Matusche und Uwe Tellkamp.

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Anmerkungen eines Unbefugten zu einer vernachlässigten philosophischen Kategorie. Samt einer Anwendung im ästhetischen Bereich Vorbemerkung: Diese Anmerkungen führen in leicht veränderter Form zwei bereits 1974/75 entstandene Texte zusammen, die in dem Buch „Fröhliche Resignation“ (Fischborn/Hacks: Fröhliche Resignation, Eulenspiegel Verlag: 2003, S. 9-14 und 101- 107- im folgenden FR zitiert) wieder veröffentlicht waren. Es mag an der Anordnung gelegen haben, die sie im Buch weit voneinander trennte, daß der m. E. zwingende Zusammenhang zwischen beiden nicht gesehen wurde. In einer kurzen Zwischenbe- merkung weiter unten gehe ich darauf noch einmal ein. Zwischen Dezember 1973 und Januar 1975 haben meine Kollegin Gerda Baumbach und ich, damals Assistentin und Dozent an der Leipziger The- aterhochschule „Hans Otto“, fünfzehn Dramatiker der DDR ausführlich interviewt, darunter Peter Hacks, Heiner Müller und Volker Braun, wobei sich an dem Gespräch mit Hacks Rolf Rohmer, an dem mit Müller Erika Stephan beteiligten. Heiner Müller haben Baumbach und ich, Peter Hacks mein Kollege Wolfgang Kröplin und ich Jahre später noch einmal in ähnli- cher Gründlichkeit interviewt. Dieses zweite, gleich ausführliche Gespräch mit Hacks, das am 10. oder 11. Mai 1981 in seinem Sommersitz stattfand, muß leider als verloren gelten; es thematisierte vorwiegend die Ansichten und Erfahrungen des Dichters zum und mit dem Theater. Rund 70 Stunden Tonbandaufnahmen, protokolliert auf über 1500 Schreibmaschinenseiten, dokumentierten das Ergebnis. Die durchschnitt- liche Dauer der Interviews betrug demnach etwas mehr als vier Stunden. Gefragt haben wir nach...

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