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Die Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio als Möglichkeit zum selbstständigen Erarbeiten fremdsprachlicher Kompetenzen

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Maria-Antonia Kontostathi

Mit der Veröffentlichung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) im Jahre 2001 wurde versucht, für Fremdsprachenlerner in Europa ein allgemeines Bewertungskonzept zur Verfügung zu stellen, das als Orientierungshilfe im sprachlichen Bereich fungieren soll. Das Ziel dieser Studie liegt in der Evaluation des innovativen Potenzials des Europäischen Sprachenportfolios (ESP), einer Folgeveröffentlichung des GER. Zu diesem Zweck wurde die Arbeit mit dem ESP bei Schülern der 7. Klasse an dem griechischen Gymnasium in Dortmund in einem Zeitraum von fünf Monaten dokumentiert. Das Augenmerk richtete sich dabei auf die Selbstreflexionsprozesse, die bei den Schülern durch die Auseinandersetzung mit den Kann-Beschreibungen des ESPs ausgelöst wurden. Die Auswirkung der Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio wurde auf der Grundlage qualitativ-empirischer Erhebungen untersucht. Insgesamt wurde eine Akzeptanz des gesamten ESPs festgestellt und es ließ sich ein starkes Argument für die Arbeit mit dem Portfolio ableiten. Offensichtlich gelang es mit der Portfolioarbeit, auch schwächere Schüler in besonderer Weise anzusprechen und zu motivieren.

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1. Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen

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In dem vorliegenden Kapitel wird zum Einen ein Überblick über die Publikation des Common European Framework gegeben und zum Anderen werden entspre- chende Besonderheiten im Vergleich zu älteren Publikationen dargestellt. 1.1 Was ist der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen? Die Grundidee zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen wurde bereits 1991 auf einem Europaratsseminar in Rüschlikon intensiv mit dem Ziel eine gemeinsame Grundlage zum Lehren und Lernen verschiedener Spra- chen in Europa zu schaffen und auf dieser Basis ein europäisches Sprachenport- folio zu entwickeln, diskutiert. (Schärer 1993, Conseil de l Europe 1993 in Keiper- Abuja-Moser 2003) Im Jahre 1996 wurde die erste Fassung des GERs vorgelegt und nach fünf Jahren ist im europäischen Jahr der Sprachen 2001 die englische Version des GERs erschienen. (Vgl. Quetz 2003, S. 42, vgl. Vogt 2004, S. 48) Im selben Jahr lag die Übersetzung des „Gemeinsamen Europäischen Referenzrah- mens für Sprachen lernen, lehren, beurteilen“ ins Deutsche vom Goethe Institut Internationes und seinen Partnern1 vor (Vgl. Quetz 2003, S. 42, vgl. Vogt 2004, S. 48), welcher „eine gemeinsame Basis (…) für die Entwicklung von zielsprachigen Lehrplänen, curricula- ren Richtlinien, Prüfungen, Lehrwerken usw. in ganz Europa (darstellt). Er beschreibt umfas- send, was Lernende lernen müssen, um eine Sprache für kommunikative Zwecke zu benutzen und welche Kenntnisse und Fertigkeiten sie entwickeln müssen, um in der Lage zu sein, kommunikativ erfolgreich zu handeln“. (Vgl. GER 2001, S. 14) Dazu entwickelten die Autoren des GERs standardisierte Kompetenzniveaus (vgl....

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