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Die Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio als Möglichkeit zum selbstständigen Erarbeiten fremdsprachlicher Kompetenzen

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Maria-Antonia Kontostathi

Mit der Veröffentlichung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) im Jahre 2001 wurde versucht, für Fremdsprachenlerner in Europa ein allgemeines Bewertungskonzept zur Verfügung zu stellen, das als Orientierungshilfe im sprachlichen Bereich fungieren soll. Das Ziel dieser Studie liegt in der Evaluation des innovativen Potenzials des Europäischen Sprachenportfolios (ESP), einer Folgeveröffentlichung des GER. Zu diesem Zweck wurde die Arbeit mit dem ESP bei Schülern der 7. Klasse an dem griechischen Gymnasium in Dortmund in einem Zeitraum von fünf Monaten dokumentiert. Das Augenmerk richtete sich dabei auf die Selbstreflexionsprozesse, die bei den Schülern durch die Auseinandersetzung mit den Kann-Beschreibungen des ESPs ausgelöst wurden. Die Auswirkung der Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio wurde auf der Grundlage qualitativ-empirischer Erhebungen untersucht. Insgesamt wurde eine Akzeptanz des gesamten ESPs festgestellt und es ließ sich ein starkes Argument für die Arbeit mit dem Portfolio ableiten. Offensichtlich gelang es mit der Portfolioarbeit, auch schwächere Schüler in besonderer Weise anzusprechen und zu motivieren.

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5. „Profile Deutsch“

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5.1 Zur Entstehung von „Profile Deutsch“ „Profile Deutsch“ wurde auf Initiative des Europarats in trinationaler Koope- ration (D-A-CH) 33 auf Basis des Common European Framework of Reference (deutsche Übersetzung: Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Spra- chen: lernen, lehren, beurteilen 2001) entwickelt. (Rusch 2002, S.9) Nach der Veröffentlichung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens war auch „Profile Deutsch“ fertig, und somit lag im Jahre 2002 die erste Version eines auf GER basierenden Instrumentes für „gute Praxis“ vor. (Vgl. Profile Deutsch 2005, S. 6) Während frühere Niveaubeschreibungen, wie die Kontaktschwelle oder standardisierte Sprachprüfungen und Sprachniveaus die Inhalte von Katalogen definieren, geht der Referenzrahmen und somit auch Profile Deutsch von Kann- Beschreibungen aus: Was können Lernende auf den Niveaus A1-B2 bezogen auf die jeweiligen Aktivitäten (Interaktion, Rezeption, Produktion, Sprachmittlung) machen (detaillierte Kann-Beschreibungen) und welcher Art sind ihre sprach- lichen Leistungen (globale Kann-Beschreibungen). (Vgl. Rusch 2002, S. 9) Die zweite Version, die im Jahre 2005 veröffentlicht wurde, wurde um die Niveaus C1 und C2 erweitert und damit enthält sie im Vergleich zur Version von 2002 neue Komponenten. (Vgl. Profile Deutsch 2005, S. 6) Näheres über dieses Instrument und seine neuen Komponenten wird im folgenden Unterkapitel näher erläutert. 5.2 Was ist „Profile Deutsch“? „Profile Deutsch“ versteht sich in Anlehnung an Kirchner 2002 als die erste kon- krete Umsetzung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für eine Einzelsprache. Dabei weist Kirchner im Jahre 2002 darauf hin, dass Deutsch als plurizentrische Sprache verstanden wird, was...

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