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Die Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio als Möglichkeit zum selbstständigen Erarbeiten fremdsprachlicher Kompetenzen

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Maria-Antonia Kontostathi

Mit der Veröffentlichung des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) im Jahre 2001 wurde versucht, für Fremdsprachenlerner in Europa ein allgemeines Bewertungskonzept zur Verfügung zu stellen, das als Orientierungshilfe im sprachlichen Bereich fungieren soll. Das Ziel dieser Studie liegt in der Evaluation des innovativen Potenzials des Europäischen Sprachenportfolios (ESP), einer Folgeveröffentlichung des GER. Zu diesem Zweck wurde die Arbeit mit dem ESP bei Schülern der 7. Klasse an dem griechischen Gymnasium in Dortmund in einem Zeitraum von fünf Monaten dokumentiert. Das Augenmerk richtete sich dabei auf die Selbstreflexionsprozesse, die bei den Schülern durch die Auseinandersetzung mit den Kann-Beschreibungen des ESPs ausgelöst wurden. Die Auswirkung der Arbeit mit dem Europäischen Sprachenportfolio wurde auf der Grundlage qualitativ-empirischer Erhebungen untersucht. Insgesamt wurde eine Akzeptanz des gesamten ESPs festgestellt und es ließ sich ein starkes Argument für die Arbeit mit dem Portfolio ableiten. Offensichtlich gelang es mit der Portfolioarbeit, auch schwächere Schüler in besonderer Weise anzusprechen und zu motivieren.

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10. Zusammenfassende Schlussbetrachtung zu den Hypothesen

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Die plausible altersgemäße Herangehensweise an das ESP, sowie die Durch- führung der am GER orientierten mit „Profile Deutsch“ abgeglichenen Tests hat dazu geführt, die Erstbegegnung der Schüler mit dem ESP erfolgreich zu gestal- ten. Abschließend sollen die in Kap. 8.1 formulierten Hypothesen noch einmal kurz betrachtet werden: Hypothese 1: Die Schüler bewerten die einzelnen Teile des ESPs positiv. Hypothese 1a: In der Versuchsklasse kann eine „Akzeptanz des ESPs“ festgestellt werden. Hypothese 1b: Die Selbstevaluation der Schüler der Versuchsklasse im Rahmen der Arbeit mit den Kompetenzstufen wirkt sich auf „die Einstellung der Schüler gegenüber dem Deutschunterricht“ positiv. Die Hypothese 1 wurde insgesamt bestätigt: Die Mehrheit der Schüler hielt kon- form zur Hypothese 1a die einzelnen Bestandteile des ESPs für sehr nützlich. Die Aktivitäten im Rahmen der Portfolioarbeit haben bei einigen Schülern zur Entde- ckung ihres persönlichen Stils (vgl. Kap. 8.4.2, S04), bei anderen zur Verstärkung ihres Selbstwertgefühls (vgl. Kap. 8.4.2, S12) oder zur positiven Einstellung der deutschen Sprache gegenüber (vgl. Kap. 8.4.2, S05) geführt. Aus der Umsetzung des ESPs im Rahmen der vorliegenden Arbeit stellte sich bezüglich der Hypo- these 1b als wichtiges Ergebnis heraus, dass die Selbstreflexion diejenige Phase war, die bei allen Schülern der Versuchsklasse gut angekommen ist. Durch die abschließenden Gespräche mit den einzelnen Schülern der Versuchsklasse zeigte sich, dass sie durch diesen Prozess eine noch positivere Einstellung dem Deutsch- unterricht gegenüber...

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