Show Less

Konnotationen oder konventionelle Implikaturen?

Series:

Urszula Topczewska

Diese Arbeit fühlt sich der von L. Wittgenstein angedeuteten und von R. Keller entwickelten Gebrauchstheorie der Sprache verbunden. Kellers instrumentalistische Bedeutungstheorie geht davon aus, dass Zeichen allein aufgrund ihrer Gebrauchskonventionen zu Kommunikationszwecken verwendet werden. Im Rahmen dieser Theorie wird hier H. P. Grice’s Konzeption der konventionellen Implikaturen theoretisch ausgearbeitet und zur Explikation lexikalischer und grammatischer Bedeutungen angewendet, die sich den Analysemethoden herkömmlicher Semantik entziehen.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

6. Schlussbemerkungen

Extract

Die vorliegende Arbeit fühlt sich der Gebrauchstheorie der Sprache verbunden, so wie sie von L. Wittgenstein angedeutet und von R. Keller entwickelt wurde. Kellers instrumentalistische Bedeutungstheorie geht davon aus, dass Zeichen allein aufgrund ihrer Gebrauchskonventionen zu Kommunikationszwecken ver- wendet werden. Im Rahmen dieser Theorie konnte hier H. P. Grice’s Konzepti- on der konventionellen Implikaturen theoretisch ausgearbeitet und zur Explika- tion lexikalischer und grammatischer Bedeutungen angewendet werden. Im Un- terschied zu H. P. Grice wurde dabei nicht von einem wahrheitsfunktionalen Bedeutungsbegriff ausgegangen, sondern von Bedeutungen als Verwendungsre- geln bzw. -konventionen, die sich Sprachbenutzer im Laufe des Spracherwerbs aneignen. Zugleich wurde auf jedwede algorithmisierende Formalisierung ver- zichtet, weil ich wie Busse (2005: 36) der Meinung bin, dass dies für die Be- schreibung sprachlicher Ausdrücke kaum notwendig und letztlich auch nicht erkenntnisfördernd ist304. Das Hauptziel dieser Untersuchung war, einen gebrauchstheoretisch fundier- ten Ansatz zu einer Theorie der Konnotationen vorzulegen, in dem semantische und pragmatische Aspekte dieser Problematik in systematischer Weise mitein- ander verbunden werden. Im Vordergrund stand die Frage nach der Relation zwischen Konnotationen und konventionellen Implikaturen. Das Vorhandensein einer Abhängigkeitsbeziehung zwischen Konnotationen als Komponenten der semantischen Struktur sprachlicher Ausdrücke und pragmatisch bedingten kon- ventionellen Implikaturen von Äußerungen, in denen diese Ausdrücke gebraucht werden, war durch die Tatsache nahe gelegt, dass sowohl Konnotationen als auch konventionelle Implikaturen auf den in einer gegebenen Sprach- und Kul- turgemeinschaft geltenden Konventionen basieren. Eine Aufarbeitung bisheriger Ansätze zur Konnotationenfrage wurde in Ka- pitel 2 geleistet. Die kritische Diskussion...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.