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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Was heißt es einen Text philosophisch zu interpretieren? Andrzej Bronk

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(Lublin) 1. Problemstellung Im vorliegenden Beitrag gehe ich folgenden Fragen nach: Was geschieht, wenn – wie es oft in der Geschichte der Philosophie der Fall ist – zwei (oder mehrere) zweifellos kompetente Interpreten „denselben” philosophischen Text unterschiedlich interpretie- ren und verstehen? Welche Verfahrensweisen der Interpretation sind richtig und wel- che falsch? Sind vielleicht alle Interpretationen irgendwie gleichberechtigt? Allerdings muss „der” Text solches diverses Verstehen erlauben. Was wird interpretiert oder ge- nauer: Was ist ein philosophischer Text? Warum brauchen die Texte eine Interpretati- on? Wer ist der Interpret, d.h. welche formalen oder sachlichen Kompetenzen muss der Interpret besitzen, damit er als ein Experte gelten kann? Wie wird ein Text ver- ständlich gemacht (durch Interpretation, Analyse oder ähnliches Verfahren)? Meine Überlegungen beziehen sich primär auf die Interpretation von philoso- phischen Texten. Über die generellen Interpretationsschwierigkeiten beim Verste- hen von Texten wurde in den verschiedenen Wissenschaften und in der Philosophie schon so viel gesagt, dass es einer Anmaßung gleichkommt, hier noch etwas Neues sagen zu wollen1. Auch die Liste der Publikationen zu diesem Problem ist kaum überschaubar, so dass jede Auswahl der Literatur nur subjektiv sein kann. Wenn ich es mir hier erlaube als Methodologe und Semiotiker ein paar Bemerkungen zu diesem – für einen Philosophen immer wichtigen2 – Thema zu machen, dann in der Hoffnung, dass sie nicht ganz trivialer Natur sind. Leider, und dessen bin ich mir bewusst, stelle ich hier mehr Fragen, aber klare Antworten gebe weniger. 2. Mehrdeutige Begriffe Ich richte meine Aufmerksamkeit auf die Auslegung von vier in...

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