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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Abriss des gemeingermanischen Konsonantenwandelsaus der Sicht des konstitutiven Merkmals der „Spannung der Sprechorgane“. Michail L. Kotin

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Abriss des gemeingermanischen Konsonantenwandels aus der Sicht des konstitutiven Merkmals der „Spannung der Sprechorgane“ Michail L. Kotin (Zielona Góra & Pozna�) 1. Vorbemerkung zur Leistung des Jubilars bei der Erforschung der Phonologie Die Etablierung der Sprachwissenschaft als eine selbständige Wissenschaftsdiszi- plin ist vor allem mit der systematischen Erforschung der Lautsysteme verwandter Sprachen verbunden. Die Klassiker der Historisch-Vergleichenden Sprachwissen- schaft Jacob Grimm und August Schleicher sowie deren Nachfolger, die Jung- grammatiker (u. v. a. Hermann Paul, Wilhelm Braune, Wilhelm Streitberg, Karl Brugmann), haben, anders als die Sprachphilosophen früherer Zeiten, den Mittel- punkt der Aufmerksamkeit von der logisch-semiotischen Dimension der Sprache auf deren Lautgestalt verschoben, wobei diese Letztere organologisch und gene- tisch konzipiert wurde. Die Laute als Grundbausteine der menschlichen Sprache, deren Aussagekraft bei der Ermittlung der Formengenesis der Sprache derselben von zeichenhaften Elementen (Morphemen, Wörtern und Wortsequenzen) weitaus überlegen ist, wurden in erster Linie im Wandel behandelt, und der Lautwandel als solcher war Jahrzehnte lang das sicherste Indiz für Gesetzmäßigkeit und systemin- terne Regularität des Sprachorganismus (vgl. u. a. Grimms Gesetz, Verners Gesetz, Sievers’ Gesetz, Holtzmanns Gesetz, Grassmanns Gesetz, welche den jeweiligen Lautwandel als globales organologisch konzipiertes Phänomen beschreiben). Mit der auf de Saussure zurückgehenden „synchronen Wende“ in der Sprach- forschung hat, insbesondere in der Sprachtheorie des Prager Zirkels, eine gewisse „Umwidmung“ des Prinzips der Priorität der Lautebene gegenüber anderen Ebenen des Sprachsystems stattgefunden. Die Laute wurden zwar weiterhin als Grundele- mente der Sprache behandelt, deren Eigenschaften grundsätzlich auf die...

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