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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Zwischen zwei Kulturen. Grazyna Lopuszanska

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Zwischen zwei Kulturen Gra�yna �opusza�ska (Gda�sk) Weltweit leben heutzutage Menschen verschiedener Herkunft mit verschiedenen Kulturen, Sprachen und Religionen auf einem gemeinsamen Raum zusammen. Die Migration ist eine Erscheinung, die so alt ist wie die Menschheit selbst, und es ist ein wissenschaftliches Axiom, dass überall, wo Menschen einander begegnen, kul- turelle und sprachliche Kontakte auftreten. Ein europäisches Land, das die größte Zahl an Einwanderern aufgenommen hat, ist die Bundesrepublik Deutschland (Wolff-Pow�ska/Schulz 2000: 19). Darum zeichnet sich das deutsche Sprachgebiet durch eine außerordentlich hohe Kontaktfrequenz und deshalb, wie Nelde (2001: 34) bemerkt, zugleich durch einen hohen Grad von „Konfliktgefärderung“ aus. Hier teilen sich Menschen verschiedenster Herkunft einen Lebensraum, in dem eine stetige Annäherung der Kulturen stattfindet. Diese Begegnung zwischen den Kultu- ren und Sprachen führte zu einer Reihe von neuartigen gesellschaftlichen und sprachlichen Entwicklungen, die es innerhalb der sozio- und Kulturlinguistik zu untersuchen galt, weil sich innerhalb einer spezifischen „Kultur der Mehrsprachig- keit“ ein besonderer Sprachvarietätentyp entwickelt, der eine Kontaktvarietät dar- stellt. Besonders bemerkenswert sind direkte Sprachkontakte, die innerhalb des deutschen Sprach- und Kulturraumes stattfinden und bestimmte sprachliche und psychische1 Folgen nach sich ziehen. Eine der im deutschen Sprachraum lebenden Minderheitsgruppen ist die polni- sche Minderheit, deren Sprachgebrauch bisher wenig erforscht wurde. Im Hinblick auf die deutsch-polnische Nachbarschaft ist aber die Untersuchung von Sprachkon- takten und Kulturbegegnungen aus einer Reihe von Gründen besonders wichtig. Es sind hier die Interaktionen unter den in Deutschland lebenden jungen Menschen der autochthonen Minderheiten...

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