Show Less

Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

Series:

Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Über deutsche Neubildungenvon Wetter- und Bauernregeln. Stanislaw Predota

Extract

Über deutsche Neubildungen von Wetter- und Bauernregeln Stanis�aw Pr�dota (Wroc�aw) 1. Wetter- und Bauernregeln sind Sonderformen des Sprichworts und gehören – neben Priameln, Wellerismen und Antisprichwörtern – zur Familie der Sprichwör- ter. Das zehnbändige Duden-Wörterbuch definiert die Bauernregel folgenderma- ßen: altüberlieferte Lebensregel in Spruchform, besonders über das Wetter und sei- ne Auswirkungen auf die Landwirtschaft 1. R. Gläser (2010: 345) formulierte neu- lich genauere Definitionen der beiden Begriffe: Bauernregeln im engeren Sinne sind Merksprüche als Kenntnisvermittlung und Hand- lungsanweisung im Ackerbau und in der Viehzucht, die auf Jahreszeiten, bestimmte Ka- lendertage (sogen. Lostage) und konkrete meteorologische Erscheinungen Bezug neh- men. Wetterregeln sind spezielle Merksprüche, die meteorologisches Laienwissen vermitteln, das auf der empirischen Beobachtung des Wetters, bestimmter Vegetations- erscheinungen an Bäumen sowie des Verhaltens von Tieren beruht und lang- oder kurz- zeitliche Wetterprognosen beinhaltet. L. Röhrich und W. Mieder (1977: 8) betonen in ihrem vorzüglichen Vademekum, dass gewisse Wetter- und Bauernregeln antiker Herkunft sind, während andere spä- ter vom einfachen Volk geschaffen wurden. Einige Ordensgemeinschaften, z.B. die Zisterzienser, beschäftigten sich schon im Mittelalter mit der Landwirtschaft. Für ihren Acker- und Gartenbau war das Wetter besonders wichtig und so entstanden in Klöstern die ersten Wetteraufzeichnungen. Bekannt ist in dieser Hinsicht der Abt des Klosters Langheim Mauritius Knauer, der Verfasser des hundertjährigen Ka- lenders Calendarium oeconomicum practicum perpetuum (S.l.) 1654 2. Die ältesten gedruckten deutschen Sammlungen von Wetterregeln sind Die Bauern-Praktik von 1508 und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.