Show Less

Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

Series:

Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes bildgebender Verfahren bei der Erforschung neurobiologischer Grundlagen der Sprache. Eine Spezifizierung aus glottodidaktischer Perspektive. Barbara Sadownik

Extract

Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes bildgebender Verfahren bei der Erforschung neurobiologischer Grundlagen der Sprache. Eine Spezifizierung aus glottodidaktischer Perspektive Barbara Sadownik (Lublin) 1. Einleitende Bemerkungen Die Glottodidaktik ist seit ihrer Etablierung in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts aufgrund des umfassenden Forschungsgegenstandes auf die wissenschaftliche In- terdisziplinarität angewiesen. Heutzutage muss sie neben der Sprachphilosophie, Kognitiven Linguistik und Psycholinguistik noch stärker die kognitiven Neurowis- senschaften als Nachbardisziplinen proklamieren. Die kognitiven Neurowissen- schaftler gehen generell davon aus, dass die enorm komplexe Struktur und Funkti- onsweise des Gehirns wesentlich zu dem beiträgt, was den Menschen als Menschen auszeichnet. Sie setzen sich als Hauptziel, die Eigenschaften des Mentalen durch Eigenschaften neuronaler Organisationsprinzipien zu beschreiben und zu erklären. Die materielle Gehirnebene wird weitgehend als Basis des Geistes angenommen. Viele der Fragen und Thesen berühren demnach zentrale Elemente des Bildes vom Menschen, seiner kognitiven Leistungen und seiner Stellung und Aufgaben in der Welt. Da die polnische Glottodidaktik anthropozentrisch orientiert ist und den Menschen in der Funktion des Sprachlerners und Sprachlehrers ins Zentrum des Forschungsinteresses stellt1, eröffnet sich hier für sie die Möglichkeit sehr komple- xe Relationen zwischen neurobiologischen und kognitiven Phänomenen bei Spracherwerbs- und Sprachverarbeitungsprozessen sowie bei Sprachvermittlungs- prozessen besser zu erfassen (Sadownik 2010). Die Autorin des vorliegenden Beitrags steht auf dem Standpunkt, dass ein ge- wisses Maß an kritischer Distanz gegenüber den Erkenntnissen der modernen Hirn- forschung aus glottodidaktischer Sicht angebracht sein muss. Die bisherigen recht heterogenen Befunde über das Zusammenspiel verschiedener Hirnareale, das...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.