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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Die anthropozentrische Konzeption von F. Grucza und der Fremdsprachenunterricht. Barbara Skowronek

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Die anthropozentrische Konzeption von F. Grucza und der Fremdsprachenunterricht Barbara Skowronek (Pozna�) 1. Einleitung Der Ausgangspunkt der anthropozentrischen Konzeption von Franciszek Grucza ist der Mensch als ein sprach-, wissens- und kulturgenerierendes Wesen (Grucza 1997: 15). In seiner anthropozentrischen Konzeption stellt Grucza den Menschen mit ei- ner bestimmten Menge seiner gattungsspezifischen Eigenschaften, die als sprachli- che und kulturelle Eigenschaften bezeichnet werden, in den Vordergrund (an Stelle von Sprache und Kultur als zwei selbständigen Systemen). Bis Ende des 19. Jahrhunderts war die Linguistik hauptsächlich historisch- vergleichend, auf Texten basierend, also dem Menschen als Sprachbenutzer eher fern (Grucza 2007b: 377). Auch Kultur bedeutete eher Hochkultur. Nach Bonacchi (2011: 7-15) resultiert die anthropozentrische Konzeption der Sprache und Kultur von Franciszek Grucza aus der linguistischen und der kulturellen Wende: 1) von der (historischen) Textlinguistik zur Menschen-Linguistik sowie 2) vom elitären und präskriptiven Hochkulturbegriff (Kultur nicht mehr Nationalkultur, sondern zunehmende Hinwendung zur Alltagskultur); daraus resultierte die zunehmende Bewusstwerdung der Rolle nicht logischer Wissensbestände (affektives, emotiona- les, beziehungsfundiertes, körperzentriertes Wissen) und nonverbaler Kommunika- tionssysteme. Früher betrachtete man Sprache und Kultur getrennt (als zwei getrennte For- schungsgegenstände). Heute lassen sich sprachliche Äußerungen nur vor dem Hin- tergrund eines spezifischen soziokulturellen Wissens untersuchen, Sprache ist also kulturgebunden: jeder Mensch ist als sozial handelndes Kultursubjekt aufzufassen. Denn „jede Gesellschaft pflegt ihre eigene Kultur und die Sprache ist ein Teil die- ser Kultur; die Sprache ist ein Instrument der Kommunikation und Träger der kul- tureller Identität: sie vermittelt z.B. H...

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