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Der Mensch und seine Sprachen

Festschrift für Professor Franciszek Grucza- Unter Mitarbeit von Ewa Bartoszewicz, Monika Płużyczka und Justyna Zając

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Edited By Magdalena Olpinska-Szkielko, Sambor Grucza, Zofia Berdychowska and Jerzy Zmudzki

Diese Festschrift ist Ausdruck der Anerkennung für das monumentale Werk und die allseitige Leistung von Professor Dr. Franciszek Grucza. Der hervorragende Wissenschaftler, Linguist von Weltformat, Lehrmeister für Generationen von polnischen Germanisten und Linguisten, unvergleichlicher Organisator und Integrator der polnischen Germanistik, Begründer der Angewandten Linguistik und Translatorik in Polen, spiritus movens von zahlreichen wissenschaftlichen Initiativen, Mittler zwischen Deutschland und Polen und einer der größten Germanisten Polens, erfreut sich in diesem Jahr seines 75. Geburtstages. Dieser Anlass vereinigte viele namhafte Wissenschaftler aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen, um Professor Grucza mit ihren Beiträgen zu ehren.

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Sprachliche Fehlleistungen und sprachliche Kreativität. Heinz Vater

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Sprachliche Fehlleistungen und sprachliche Kreativität Heinz Vater (Berlin) (...) die Bedingungen zum Versprechen sind immer vorhanden und die Möglichkeit, das Versprechen in Regeln zu bringen, zeigt uns das Vorhandensein eines gewissen geistigen Mechanismus, in welchem die Laute eines Wortes, eines Satzes, und auch die Worte un- tereinander in ganz eigentümlicher Weise verbunden und verknüpft sind (Merin- ger/Mayer 1895: 10) 1. Vorbemerkungen Jedem unterläuft ab und zu ein Versprecher. So kann man etwas hören wie das Haus verkommelt (Wiese 1987: 50; Tab. 1e), eine Vermengung von verkommt mit vergammelt. Oft merkt der sich Versprechende etwas und korrigiert sich, so bei dem Versprecher ... musste das Fleisch aus dem Verzehr �, äh, aus dem Verkehr gezogen werden. Psychologen wie Sigmund Freud (vgl. Freud 1901; Nachdr.1954) begannen frühzeitig, Versprecher zu analysieren, um zu zeigen, wie im Unterbe- wusstsein schlummernde Gedanken mittels Sprache an die Oberfläche befördert werden; man spricht dann von „Freudschen Versprechern”. Auch für Linguisten sind sprachliche Fehlleistungen aller Arten interessant, da sie Aufschluss über die beim Reden bzw. Schreiben eines Sprechers bzw. Schreibers ablaufenden Prozesse und zum Verstehensvorgang bei einem Hörer bzw. Leser geben. Aus der Regelhaf- tigkeit von Versprechern kann man Erkenntnisse über den Sprachproduktionspro- zess ableiten (vgl. Meringer 1908). Bereits 1895 erschien die Versprecher- und Verleser-Sammlung von Meringer/Mayer und in den letzten Jahrzehnten wurden zahlreiche Publikationen in diesem Bereich publiziert, so von Bierwisch (1970), Fromkin (ed.) (1973), Grucza (1976), Cutler (ed.) (1982), Wiese (1983; 1987), Wiedenmann (1992; 2002) und Vater (2009)...

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