Show Less

Wer die Reputation hat, hat die Zukunft

Reputationsmanagement in Unternehmen

Elke Neujahr

In unserer komplexen Mediengesellschaft bedarf es gesellschaftlich eindeutiger Signale, die verlässlich und mit Wahrheitsanspruch die Relevanz von Information anzeigen: Reputation. Sie ist das wichtigste immaterielle Kapital eines Unternehmens. Denn wer seinen Erfolg steigern, fähigere Mitarbeiter anziehen oder mehr Produkte absetzen will, muss Signale verlässlich und dauerhaft aussenden können, die die Reputation aufbauen, verstärken und sichern. Reputation bedeutet für ein Unternehmen öffentliche Akzeptanz, Bevorzugung, Wahrnehmung, kurzum eine Art von vielfältig einsetzbarem Kapital. Mehr denn je gilt: Wer die Reputation hat, hat die Zukunft.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

4. Theoretische Rahmenbedingungen

Extract

4.  Theoretische  Rahmenbedingungen   Seit  den  richtungsweisenden  Arbeiten  von  Fombrun  wird  der  Reputations-­‐ begriff  vor  allem  von  der  Betriebswirtschaft  analysiert,  um  den  Beitrag  von   kommunizierter  Reputation  für  den  Unternehmenserfolg  auszuweisen  (sie-­‐ he   vor   allem  Fombrun   1996;   Fombrun/Rindova   1997;   Fombrun/Gardberg/   Sever   2000;   Fombrun/Rindova   2000a;   Fombrun/Wiedmann   2001)37.   Da-­‐ neben  gibt  es  eine  Reihe  von  Ansätzen  in  den  Sozialwissenschaften,  die  im   Sinn  funktionaler  Analyse  nach  Bedeutung  und  Funktion  von  Reputation   für  Gesellschaft  und  gesellschaftliche  Teilsysteme  fragen  (vgl.  Eisenegger/   Imhof  2009)38.   Insbesondere  beschäftigt  sich  heute  die  Kommunikations-­‐ wissenschaft  intensiver  mit  Struktur  und  Funktion  von  Reputation,  da  die-­‐ se   in   ihrem  Wirken  fortwährend  auf  Kommunikation  beruht.  Deutlich  ist   aber  auch  (vgl.  Eisenegger/Imhof  2009,  S.  244),  dass  die  wissenschaftliche   Beschäftigung  mit  Reputation  derzeit  auch  in  den  Wirtschaftswissenschaf-­‐ ten  generell  zunimmt  –  was  zugleich  einen  Hinweis  auf  die  wachsende  un-­‐ ternehmerische  Bedeutung  von  Reputation  für  Unternehmen  hergibt.     Um  zu  verstehen,  warum  der  Begriff  der  Reputation  derart  an  Bedeu-­‐ tung  gewonnen  hat,   sind  vor  der  Auseinandersetzung  mit  den  einzelnen   theoretischen  Ansätzen  zwei  Rahmenbedingungen  vorweg  zu  diskutieren:   Die   fortgesetzte  Veränderung  des  kommunikativen  Verhaltens  mit  Rück-­‐ sicht  auf  die  Anthropologie  und  das  Phänomen  „Mediengesellschaft“.     4.1  Zur  Anthropologie  der  Kommunikation     Kommunikation  entsteht   immer  dort,  wo  es  ein  Motiv  zur  Berichterstat-­‐ tung  gibt.  Entwicklungsgeschichtlich  ist  der  Mensch  so  eingerichtet,  dass   er  Aufmerksamkeit  selektiv  verteilen  kann  und  dies  in  Abhängigkeit  einer   Größe,   die   Journalisten   Aktualität   nennen   und   die   nach   Merten   (1973)   nichts  anderes  als  das  Produkt  aus  Überraschung  (Neuigkeit,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.