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Vermögenspreisblasen und geldpolitische Handlungsalternativen

Eine Anwendung auf Aktienmärkte

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Martin Ende

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung möglicher geldpolitischer Handlungsalternativen bei auftretenden Vermögenspreisblasen am Beispiel von Aktienmärkten. Die Geldpolitik hat die Möglichkeit, mit dem Zinsinstrument präventiv oder reaktiv zu agieren beziehungsweise den Zins unverändert zu belassen und neutrale Geldpolitik durchzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei auftretenden Erwartungsirrtümern über die Entstehung der Blase präventive Geldpolitik im Durchschnitt zum geringsten erwarteten Nutzenverlust führt. Allerdings ist der erwartete Nutzenverlust in Einzelfällen bei reaktiver und neutraler Geldpolitik geringer und die Anwendung präventiver Geldpolitik nicht länger optimal. Entscheidend sind die Höhe und die Richtung der Erwartungsirrtümer über die Dynamik von Blasen.

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5 Modellsimulation

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Die folgenden Ausführungen haben zum Ziel, die Entstehung und Entwicklung von Aktienkursblasen zu zeigen, deren Effekte auf die Zielgrößen der Zentral- bank Outputlücke und Inflation zu simulieren und den damit verbundenen gesellschaftlichen Nutzenverlust unter verschiedenen geldpolitischen Strategien zu ermitteln und zu vergleichen. Die Simulationen werden für verschiedene Gewichtungen erfahrener und unerfahrener Akteure durchgeführt. Besonderer Wert wird auf die Berücksichtigung von Erwartungsirrtümern in der Geldpolitik und deren Effekte auf den Vergleich der geldpolitischen Strategien gelegt. Das Vorgehen in diesem Kapitel ist wie folgt. Zunächst wird die Modell- kalibrierung erläutert. Danach werden Simulationen zur Dynamik von Aktienkurs- blasen unter der Annahme verschiedener Gewichtungen erfahrener und unerfah- rener Akteure und neutraler Geldpolitik durchgeführt. Anschließend werden die Aktienkursblasen in das vorgestellte makroökonomische Modell eingebunden und die Effekte auf Outputlücke und Inflation bei veränderten Kombinationen von erfahrenen und unerfahrenen Akteuren simuliert. Im Folgenden werden prä- ventive und reaktive Geldpolitik explizit berücksichtigt und die Effekte sowohl auf die Aktienkursblase, die Outputlücke, die Inflation sowie den Nutzenverlust simuliert. Im Anschluss daran werden die erwarteten Gesamtnutzenverluste bei präventiver, reaktiver und neutraler Geldpolitik ermittelt. Dazu wird unter- schieden, ob der Zentralbank die Gewichte der Marktakteure bekannt sind oder dies nicht der Fall ist. Weiterhin werden sowohl die Stärke des Einflusses der Veränderung der Aktienkursblase auf die Outputlücke als auch die Gewichtung der Outputlücke in der Nutzenverlustfunktion variiert. 102 5.1...

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