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Vermögenspreisblasen und geldpolitische Handlungsalternativen

Eine Anwendung auf Aktienmärkte

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Martin Ende

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung möglicher geldpolitischer Handlungsalternativen bei auftretenden Vermögenspreisblasen am Beispiel von Aktienmärkten. Die Geldpolitik hat die Möglichkeit, mit dem Zinsinstrument präventiv oder reaktiv zu agieren beziehungsweise den Zins unverändert zu belassen und neutrale Geldpolitik durchzuführen. Die Ergebnisse zeigen, dass bei auftretenden Erwartungsirrtümern über die Entstehung der Blase präventive Geldpolitik im Durchschnitt zum geringsten erwarteten Nutzenverlust führt. Allerdings ist der erwartete Nutzenverlust in Einzelfällen bei reaktiver und neutraler Geldpolitik geringer und die Anwendung präventiver Geldpolitik nicht länger optimal. Entscheidend sind die Höhe und die Richtung der Erwartungsirrtümer über die Dynamik von Blasen.

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A Erläuterungen zu Kapitel 4

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A.1 Bestimmung der optimalen Zinsregel Die Ableitung der Zinsregel bei präventiver und reaktiver Geldpolitik erfolgt entsprechend den Ausführungen von Svensson (1997, 1999), wobei die Modell- struktur aus den Ausführungen von Ball (1999), Gruen et al. (2005) sowie Semmler und Zhang (2007) übernommen worden ist. Ziel ist es, folgende in- tertemporale Nutzenverlustfunktion durch die optimale Wahl einer Folge von Realzinsen rgt zu minimieren. min rgt Et ∞∑ j=1 δj · L(πt+j, yt+j) (A.1) Es gelten dabei folgende Nebenbedingungen. L(πt+1, yt+1) = π2t+1 + μ · y2t+1 (A.2) yt+1 = −φ · rgt + λ · yt + γ · bˆt+1 (A.3) πt+1 = πt + κ · yt (A.4) Das oben beschriebene Optimierungsproblem kann entsprechend den Ausfüh- rungen von Svensson (1997) wie folgt formuliert werden, wobei V (πt+1) eine Wertefunktion bezeichnet. V (πt+1) = minyt+1 {[ π2t+1 + μ · y2t+1 ] + δ · Et(V (πt+2)) } (A.5) Die Wertefunktion enthält sämtliche Werte für alle Ausprägungen von πt+1 unter Berücksichtigung der Lösung des Optimierungsproblems durch Wahl von yt+1. 153 A Erläuterungen zu Kapitel 4 Dabei bezieht sich die Minimierung sowohl auf die direkte Nutzenverlustfunktion L(πt+1, yt+1) = π2t+1 + μ · y2t+1 (A.6) als auch auf die indirekte Nutzenverlustfunktion EtV (πt+2) = V (πt+2|t), die durch die Wahl von yt+1 mitbestimmt wird und wie folgt ausgedrückt werden kann. V (πt+2|t) = c0 + c1 · π2t+2|t (A.7) Die indirekte Nutzenverlustfunktion gibt dabei die Struktur der Wertefunktion vor. Die Kontrollvariable ist yt+1, um den optimalen Zinssatz rgt ableiten zu können. Da die Inflation in Periode t +...

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