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Preisgekrönte

Zwölf Autoren und Autorinnen von Paul Heyse bis Herta Müller- Ausgewählte Werke, sprachkritisch untersucht

Wolfgang Beutin

Karl Kraus entwickelte 1930 die Idee, das Œuvre eines zeitgenössischen deutschen Literaturnobelpreisträgers sprachkritisch zu untersuchen und zu fragen, ob es die Auszeichnung rechtfertige. Sprachkritik hieß in seiner Sicht nicht in erster Linie Feststellung von Verstößen gegen die Grammatik und Stilistik (dies nur dann, falls die Ehrung ausdrücklich mit der sprachlichen Meisterschaft eines Autors begründet wurde), sondern fungiert im weiteren Sinne als Stilkritik unter Einschluß der Kritik des Denkstils, die weiter zur Einschätzung der Denkweise führt (Ideologiekritik). In diesem Buch wird die Idee von Kraus ausweitend aufgenommen und auf ausgewählte Werke deutschsprachiger Autorinnen und Autoren des 20. Jahrhunderts angewendet. Sieben von ihnen erhielten den Literaturnobelpreis, und auch die fünf anderen Autoren gehören zu den meist ausgezeichneten mit teilweise Dutzenden von Literaturpreisen.

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Golo Mann (1909-1994): Der Krieg, den ein einziger Verbrecher erzwang

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„Der große Atem der Historie“ … ein Historiker, der profunde Kenntnis der neueren Geschichte mit einer glänzen- den Feder vereint. (Walter Görlitz, DIE WELT) – Wir können das großartige Buch besonders empfehlen, weil es in eminenter Weise beitragen kann zu politischer Bil- dung und geschichtlichem Verständnis. (Das neue Buch) – ... ein kühnes, geglücktes Unterfangen, dem der große Atem der Historie so wenig abgeht wie das sorgsame Bemühen um die rechte Distanz. (Fritz René Allemann, DIE ZEIT) – Manns Buch gehört ohne Zweifel zu den wichtigen Nachkriegserscheinungen deutscher Ge- schichtsschreibung (Rolf Krüger, dpa-Buchbrief/Kultur) – Was die historischen Schriften Golo Manns ... so sympathisch und uns ihrer so bedürftig macht, ist das Ermutigende, für Gegenwart und Zukunft Brauchbare, das sie jenseits aller Ideolo- gie enthalten. (Walter Boehlich, DIE ZEIT) – ... geradezu klassisches Geschichts- werk ... Deutsche Geschichte, frei von Vorurteilen und Klischees: das ist produktive Geschichtsschreibung in der Tradition großer historischer Schriftsteller wie Momm- sen. (S. Fischer Verlag, auf dem Waschzettel) – … ein Buch, das hoffentlich ein deutsches Volksbuch werden wird. (Helmut Günther, Welt und Wort) Dermaßen rühmend tönte es aus den Besprechungen1, als der fünfzigjährige His- toriker Golo Mann seine „Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts“ veröffentlichte.2 So konnten alsbald stattliche Ehrungen nicht ausbleiben. Zwar erhielt er nicht den Nobelpreis, doch an Ehrungen fast die Gesamtheit der nach deutschsprachigen Schriftstellergrößen benannten: Fontane, Schiller (2 x), Georg Büchner, Gottfried Keller, Lessing, Goethe, dazu ungezählte andere....

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