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Gottesreich und antike Arbeitswelten

Sozialgeschichtliche Auslegung neutestamentlicher Gleichnisse

Sigrid Lampe-Densky

Seit sich sozialgeschichtliche Bibelauslegung in den 1970er Jahren herausgebildet hat, liegt ihr Erkenntnisinteresse und ihre spezifische Leistung in der Verortung der Texte in der antiken Lebens- und Arbeitswelt mit ihrer Lebens- und Leiderfahrung, ihren Ängsten und Hoffnungen. In den Spuren von Elisabeth Schüssler Fiorenza und Luise Schottroff differenziert die Autorin diese Methode aus, bezieht sie auf eine Auswahl neutestamentlicher Gleichnistexte und stellt die Fruchtbarkeit des methodischen Ansatzes unter Beweis. Die Autorin sieht sich drei Diskursen verpflichtet: der befreiungstheologischen und feministischen Hermeneutik sowie einer Theologie nach Auschwitz, die im Dialog mit dem Judentum Gestalt annehmen soll. Die untersuchten Gleichnisse decken ein breites Spektrum antiker Arbeitsverhältnisse ab. Eine Fülle von sozialgeschichtlich relevantem Quellenmaterial wird ausgewertet und verarbeitet, und es wird die religionspädagogische Bedeutung sozialgeschichtlicher Auslegung herausgearbeitet. Das Werk enthält ein über 100-seitiges Verzeichnis antiker wie zeitgenössischer Quellen und Literatur, das den derzeit wohl breitesten Fundus zum Themenbereich darstellt.

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Inhaltsverzeichnis

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I. Einleitung ..................................................................................................... 17 1. Ausgangspunkt und Zielsetzung der Arbeit .............................................. 17 1.1 Ausgangspunkt und Kontext ........................................................................... 17 1.2 Ziel der Arbeit ................................................................................................. 20 1.3 Methodische Überlegungen ............................................................................ 21 1.4 Vorgehensweise / Gang der Untersuchung .................................................... 29 2. Ein Blick in die Forschungsgeschichte ........................................................ 31 2.1 Die „Klassiker“ der Gleichnisauslegung und ihre Wirkungen ........................ 31 2.1.1 Adolf Jülicher: Der revolutionär-konservative Neuanfänger .......................... 31 2.1.2 Rudolf Bultmann: Der kerygmatische Formgeschichtler ............................... 38 2.1.3 Charles Harold Dodd: Der Entdecker der eschatologischen Basileia – Botschaft .............................. 42 2.1.4 Joachim Jeremias: Der Gleichnis – deutende Monolith .................................. 45 2.1.5 Eberhard Jüngel: Der hermeneutische Akzentsetzer ....................................... 49 2.1.6 Robert E. Funk: Der Wegbereiter der Metapher ............................................ 50 2.1.7 Dan Otto Via: Der Liebhaber autonomer Kunstwerke ................................... 53 2.1.8 Paul Ricoeur: Der Anwalt der poetischen Kraft der Gleichnisse ................... 55 2.1.9 Die Wirkungen der „Klassiker“ und gegenwärtige Wege der Gleichnisauslegung ................................................... 57 2.2 Wege einer sozialgeschichtlichen Gleichnisauslegung: Luise Schottroff ............................................................................................... 59 3. Der eigene Ansatz .......................................................................................... 65 3.1 Zum Verständnis von Gleichnissen ................................................................ 65 3.1.1 Das Gleichnis als Maschal .............................................................................. 65 3.1.2 Bilder – Metaphern – Visionen ....................................................................... 67 3.1.3 Gleichnisse und Evangelien als Gemeinschaftsprodukte ............................... 69 3.1.4 Gleichnisse und die Rekonstruktion von Arbeitswelten im Römischen Reich ........................................................................................ 76 3.1.5 Gleichnisse und die Praxis der Hörenden ....................................................... 79 3.2 Vorgehensweise der Untersuchung ................................................................ 79 3.2.1 Auswahl der Gleichnisse ................................................................................ 79 3.2.2 Übersetzung und erste Beobachtungen zum Text .......................................... 80 3.2.3 Sozialgeschichtliche Analyse ......................................................................... 82 3.2.4 Bildfeldtraditionen .......................................................................................... 82 3.2.5 Literarische und gesellschaftliche Kontexte ................................................... 83 3.2.6 Deutungshorizonte und Handlungsspielräume ............................................... 84 II. Gleichnisauslegungen .............................................................................. 85 1. Schöpfungsgleichnisse: Produktion von Grundnahrungsmitteln ............. 85 1.1 Das Gleichnis vom Wachsen der Saat (Mk 4, 26 – 29) .................................. 85...

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