Show Less

Auswirkungen der Straftatverwirklichung auf öffentlich-rechtlich geregelte Berufsstellungen

Series:

Isabell Beck

Häufig endet die Berufszugehörigkeit, wenn eine Person straffällig wurde. Aber führt strafbares Verhalten immer zu einer solch einschneidenden Folge? Die Arbeit untersucht, ob eine Straftatverwirklichung zu einem Berufshindernis führt bzw. ob durch sie ein einmal erlangter Berufsstatus verloren geht. Dabei werden Angehörige des öffentlichen Dienstes sowie verschiedener freier Berufe und Gewerbetreibende betrachtet. Wegen des Grundrechts der Berufsfreiheit handelt es sich um eine äußerst wichtige Fragestellung, die bislang nicht systematisch aufgearbeitet wurde. Betrachtet werden zunächst die relevanten Regelungen für beide Konstellationen, jeweils bezogen auf die einzelnen Berufe. Schwerpunkt der Arbeit bildet ein Vergleich dieser Normierungen. Hierbei werden Probleme untersucht und Verbesserungsvorschläge unterbreitet.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

6. Teil: Zusammenfassung

Extract

Ziel der Untersuchung ist es, festzustellen, ob strafbares Verhalten einer Person dazu führt, dass ein Zulassungshindernis für einen bestimmten Beruf entsteht bzw. ein Verlust des Berufsstatus droht. Wegen der Bedeutung des Berufs für jeden Einzelnen und der Betroffenheit des Grundrechts der Berufsfreiheit han- delt es sich hierbei um eine überaus wichtige Fragestellung. Betrachtet werden verschiedene Berufsgruppen, die Regelungen des öffent- lichen Rechts unterliegen. Gegenstand der Arbeit bilden Angehörige des öffent- lichen Dienstes und verschiedener freier Berufe sowie Gewerbetreibende. Diese Begrenzung resultiert daraus, dass freie Berufe ordnungspolitisch eine Zwi- schenstellung zwischen dem Staat und seiner Verwaltung auf der einen Seite und der gewerblichen Wirtschaft auf der anderen Seite besitzen. Nach der Un- tersuchung der Regelungen für die einzelnen Berufe werden die Vorschriften vergleichend zusammengeführt. Als Ergebnis lässt sich festhalten, dass sich in allen Rechtsgebieten Voraus- setzungen und Hindernisse der Berufszulassung feststellen lassen, die sich - zu- mindest auch - auf in der Vergangenheit verwirklichte Straftaten beziehen. Al- lerdings führt ein strafbares Verhalten nicht immer zu einem Berufshindernis. Bestimmte Voraussetzungen und Hindernisse sind direkt mit Straftaten ver- knüpft, andere besitzen einen eher indirekten Zusammenhang. Eine direkte An- knüpfung liegt dann vor, wenn die jeweilige Norm bestimmte Delikte, Verurtei- lungen oder hiermit verbundene Folgen nennt. Wesentliches Beispiel hierfür ist die fehlende Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter. Der Verlust der Amtsfähigkeit aufgrund strafgerichtlicher Entscheidung erfolgt dann, wenn der Betreffende wegen eines Verbrechens zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr verurteilt wurde...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.