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Das deutsche Kindschafts- und Abstammungsrecht und die Rechtsprechung des EGMR

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Pia Maria Schulze

Im Focus der Weiterentwicklung der deutschen Gesetzgebung und Rechtsprechung in den Bereichen des Sorgerechts, des Umgangsrechts und des Abstammungsrechts stehen die Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern, die Stärkung der Rechte nichtehelicher Väter und die Hervorhebung der Bedeutung der genetischen Abstammung. Motor bisheriger Reformen war häufig das BVerfG. Doch in den letzten Jahren hat die Einflussnahme der Rechtsprechung des EGMR auf das deutsche Familienrecht durch pressebekannte Entscheidungen erheblich zugenommen. Was hat es auf sich mit diesem in Straßburg beheimateten Gerichtshof, der Deutschland wiederholt Verletzungen der Menschenrechte vorwirft? Beruht die unmittelbar bevorstehende Reformierung des Sorgerechts nichtehelicher Väter auf einer solchen Verurteilung Deutschlands? Stehen Grundtendenzen des EGMR wie die starke Betonung der Rechte leiblicher Eltern nicht im Gegensatz zur Vorrangstellung des Kindeswohls im deutschen Recht? Diese Arbeit dient der Untersuchung der Relevanz der Rechtsprechung des EGMR für das deutsche Familienrecht. Mit Hilfe einer systematischen Betrachtung aktueller Entscheidungen des EGMR werden Grundsätze und Anforderungen seiner Rechtsprechung sowie deren Auswirkungen herausgearbeitet und mit den geltenden Regelungen des deutschen Familienrechts sowie deren Anwendung unter Berücksichtigung humanwissenschaftlicher Beurteilungskriterien in Beziehung gesetzt.

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Inhaltsverzeichnis

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Inhaltsübersicht ............................................................................................. 9 Abkürzungsverzeichnis.................................................................................. 19 A Einleitung................................................................................................... 21 B Rechtliche Grundlagen zur Rechtsprechung des EGMR .......................... 25 I. Der EGMR ......................................................................................... 25 1. Die Rolle des EGMR.................................................................... 25 2. Die Organisation des EGMR........................................................ 27 3. Das Verfahren der Individualbeschwerde..................................... 28 4. Die Besonderheiten der Rechtsprechung des EGMR................... 29 a) Die Autonome Auslegung und Rechtsvergleichung ............. 29 b) Die evolutive Auslegung ....................................................... 30 c) Der Beurteilungsspielraum .................................................... 31 d) Die Struktur der Urteile der EGMR....................................... 32 e) Das Sondervotum .................................................................. 33 5. Das Verhältnis zwischen EGMR und BVerfG ............................. 33 6. Zusammenfassung ........................................................................ 35 II. Die Bindung deutscher Familiengerichte an die Entscheidungen des EGMR ................................................................................................ 35 III. Die Besonderheit der mehrpoligen Rechtsverhältnisse ...................... 38 IV. Für das Familienrecht einschlägige EMRK-Normen in der bisheri- gen Rechtsprechung des EGMR ........................................................ 39 1. Der Schutzbereich des Art. 8 I EMRK ......................................... 39 a) Allgemein............................................................................... 39 b) Konventionsrechtlicher Familienbegriff ................................ 40 c) Verheiratete Eltern und Kinder .............................................. 41 d) Eltern und nichteheliche Kinder............................................. 42 e) Adoptivfamilien ..................................................................... 42 f) Pflegefamilien ........................................................................ 43 g) Nichteheliche Lebensgemeinschaft ....................................... 43 h) Erweitertes Familienleben ..................................................... 44 12 2. Der Gewährleistungsumfang des Art. 8 I EMRK......................... 44 3. Die Eingriffe in den Schutzbereich des Art. 8 EMRK.................. 44 4. Die Eingriffsrechtfertigung gemäß Art. 8 II EMRK..................... 45 5. Die verfahrensrechtlichen Dimensionen von Art. 8 EMRK......... 46 6. Die Verfahrensgarantien des Art. 6 I EMRK ............................... 47 7. Weitere das Familienrecht betreffende Artikel der EMRK .......... 48 8. Zusammenfassung ........................................................................ 48 C Sozialwissenschaftliche Grundlagen ........................................................ 49 I. Die Bindungsforschung ..................................................................... 49 1. Die Bindungstheorie ..................................................................... 49 2. Die Bindungsmuster ..................................................................... 50 3. Bindungsforschung und Neurobiologie ........................................ 52 4. Bindungstheorie versus Systemtheorie...

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